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27.08.2011

12:52 Uhr

Helmut Kohl

„Mein Interview war keine Abrechnung“

Seine Kritik am Kurs der Bundsregierung hat für einigen Wirbel gesorgt. Doch nun stellt der Altkanzler in einem weiteren Interview klar, er habe nie ein Interesse daran gehabt, mit Angela Merkel abzurechnen.

Helmut Kohl: „Daran habe ich nie ein Interesse gehabt.“ dapd

Helmut Kohl: „Daran habe ich nie ein Interesse gehabt.“

BerlinAltkanzler Helmut Kohl will seine jüngste Kritik am Kurs der Bundesregierung nicht als Abrechnung mit Regierungschefin Angela Merkel verstanden wissen. Ihm sei bewusst gewesen, „dass manche Aussagen des Interviews besondere Aufmerksamkeit erfahren würden“, sagte Kohl der „Bild“-Zeitung. Allerdings betonte er: „Mein Interview ist natürlich auch keine Abrechnung“. „Daran habe ich nie ein Interesse gehabt, damit fange ich jetzt, mit 81 Jahren, auch nicht an.“

Seine Äußerungen würden von der Opposition leichtfertig instrumentalisiert. Er habe vielmehr ein „positives Zeichen“ setzen und „Optimismus verbreiten“ wollen, sagte Kohl: „Meine Botschaft ist ein klares Ja zur Zukunft Deutschlands, das heißt unseres Landes mitten in Europa.“

Ohne die Kanzlerin direkt zu nennen, hatte Kohl in einem Interview mit der Zeitschrift „Internationale Politik“ beklagt, der Regierung fehle der politische Kompass. „Deutschland ist schon seit einigen Jahren keine berechenbare Größe mehr - weder nach innen noch nach außen.“

Indirekt warf er der Kanzlerin und CDU-Vorsitzenden auch vor, keinen Führungs- und Gestaltungswillen zu haben. Merkel und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatten die Vorwürfe zurückgewiesen, SPD und Grüne hatten Kohls Äußerungen für richtig befunden.

Von

dpa

Kommentare (13)

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leser

27.08.2011, 13:36 Uhr

„Mein Interview war keine Abrechnung“
___________________

Das wurde auch so gelesen, was das Interview nicht schlechter macht.

handrudi

27.08.2011, 13:39 Uhr

Helmut Kohl vergisst nix, das wissen alle ,die ihn kennen.
Er kann es nicht verwinden, daß die Merkel " Ihn " gelinkt hat. So einfach ist das .

Kuhnr

27.08.2011, 13:58 Uhr

Das ist ja typisch das System Kohl, daran wird die CDU noch ersticken, bzw das tut sie ja jetzt schon.

Der Herr Kohl sollte erst mal wie jeder anständige Demokrat sich an demokratische Regeln halten und dazu gehört auch, sicherlich gegen seine Vorstellung, endlich die Parteispendenaffäre abzuschließen indem die Spender genannt werden.
Das wäre wohl der erste Schritt um hier wider Glaubwürdigkeit einzuführen.
Allerdings kommt eher der St. Nimmerleinstag als diese Aussage.
Deshalb wird sich die CDU munter weiter demontieren.
Ja ja Herr Kohl, Sie tun nie Menschen demontieren. Sie verhalten sich wie immer nur anständig und loyal.

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