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22.09.2013

16:29 Uhr

Hessen wählt

Kopf-an-Kopf-Rennen der politischen Lager

Die Hessen wählen zeitgleich mit dem Bundestag ein neues Landesparlament. Im Gegensatz zum Bund ist völlig offen, wer die Regierung stellen wird: Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Rot-Grün und Schwarz-Gelb.

Wer regiert künftig Hessen: Der amtierende Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, links) oder der SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel. dpa

Wer regiert künftig Hessen: Der amtierende Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, links) oder der SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel.

Gießen/LichDeutlich weniger Aufmerksamkeit als sonst bekommt die Hessenwahl 2013, weil sie zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfindet. Dabei ist es spannend wie selten: Die Hessen haben am Sonntag zeitgleich mit der Bundestagswahl auch eine neue Landesregierung gewählt. Rund 4,4 Millionen Bürger waren aufgerufen, die Zusammensetzung des Landesparlaments neu zu bestimmen. Die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr lag bei 40 Prozent. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün.

Am Sonntag gaben Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) rund 18 Kilometer voneinander entfernt ihre Stimmen ab. Bouffier wählte am Sonntagmittag in Gießen, Schäfer-Gümbel im benachbarten Lich. Beide Spitzenkandidaten erschienen zuversichtlich in den Wahllokalen, betonten aber auch, es werde eng. Ministerpräsident Bouffier kam mit seiner Familie ins Gießener Wahllokal. Bouffier erkundigte sich bei den Helfern nach der Wahlbeteiligung - „bisher ganz gut“ - und verschwand in der Kabine. Sehr zuversichtlich sei er, sagte er danach. „Aber Hessen ist traditionell sehr eng und knapp und der Respekt vor dem Wähler bleibt.“ Die CDU habe aber ein gutes Gefühl.

Schäfer-Gümbel setzte um kurz nach halb zwölf seine Kreuzchen. „Eine gewisse Anspannung ist da, das ist klar, es geht um viel“, sagte Schäfer-Gümbel später. Das Bauchgefühl sei optimistisch, aber ein paar Restzweifel gebe es, weil es sehr eng in Hessen werde. Bouffier und Schäfer-Gümbel treten im selben Wahlkreis als Direktkandidaten für die Landtagswahl an.

Das Landeswahlleiterbüro erklärte die hohe Wahlbeteiligung von 40 Prozent bis 14 Uhr mit dem Wahldoppeltermin in diesem Jahr. 2009 hatten bei der hessischen Landtagswahl im Januar bis 14 Uhr nur 29,7 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. Bei der Bundestagswahl 2009 dagegen machten in Hessen bis nachmittags 40,5 Prozent der Wähler ihr Kreuz.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) setzt auf eine Fortsetzung seiner Koalition mit der FDP. Sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel will mit den Grünen ein Regierungsbündnis bilden. Denkbar ist aber, dass weder CDU und FDP noch SPD und Grüne zusammen auf eine eigene Mehrheit kommen.

Mit Spannung wird verfolgt, ob die Linke erneut in den Landtag einzieht. Dann könnte es wieder zu unklaren Konstellationen kommen. Auch die FDP lag zuletzt nur knapp über der Fünf-Prozent-Marke. Wenig Chancen auf einen Einzug ins Parlament werden der Euro-kritischen Alternative für Deutschland (AfD) eingeräumt. Stärkste Kraft dürfte erneut die CDU werden.

Bei unklaren Mehrheitsverhältnissen droht bei der Koalitionssuche eine monatelange Hängepartie. SPD-Chef Schäfer-Gümbel schließt formal keine Koalition aus, sieht aber zugleich keine Basis für ein Bündnis mit Union oder Linkspartei. Ministerpräsident Bouffier schloss wenige Tage vor der Wahl eine Koalition mit der AfD definitiv aus.

Die CDU lag in den letzten Umfragen bei etwa 40 Prozent (Wahlergebnis 2009: 37,2 Prozent), die SPD kam auf rund 30 Prozent (2009: 23,7 Prozent). Bei rund 13,5 Prozent und damit auf dem Niveau der letzten Landtagswahl von 2009 werden die Grünen gesehen. Die FDP hatte 2009 satte 16,2 Prozent erzielt, nun liegt sie zwischen fünf und sechs Prozent. Die Linke, die 2009 noch auf 5,4 Prozent kam, wird nach den meisten Umfragen nicht mehr in den Landtag kommen. Erstmals im Rennen in Hessen ist die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD).

Bei der Landtagswahl im Januar 2009 war die CDU auf 37,2 Prozent und die FDP auf 16,2 Prozent gekommen. Die SPD stürzte damals auf einen historischen Tiefstand von 23,7 Prozent ab. Die Grünen erreichten 13,7 Prozent. Die Linkspartei zog mit 5,4 Prozent knapp in den Landtag ein.

++++++Hier gibt's alles zur Hessenwahl++++++++++++

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.09.2013, 17:47 Uhr

Hallo AfD-ler !

Wünsche uns gleich eine schöne Party : in ca. 15 Minuten wissen wir, dass es :

Keine Schwarzgelbe Koalition gibt,

dass es keine Rot-rot-grüne Koalition gibt,

Dass es nur noch eine Schwarzrote Koalition geben kann, die sich innerhalb eines Jahres zerfleischen wird,

UND DASS DIE Afd .............zweistellig DRIN ist !

AfD ♥ ===> ALLIANZ für DEUTSCHLAND und unsere Zukunft !

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