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07.07.2013

14:10 Uhr

Hilfskredite

„Wir haben bedeutende Fortschritte gemacht“

Die Geldgeber-Kontrolleure zeigten sich nach der Marathon-Prüfung der Bücher in Griechenland zufrieden. Grünes Licht für die Finanzhilfen muss aber die Eurogruppe geben. Tausende Staatsbedienstete bangen um ihren Job.

Griechenland wartet auf neue Hilfsgelder, die internationale Geldgeber-Troika  sind diesbezüglich „optimistisch“. dpa

Griechenland wartet auf neue Hilfsgelder, die internationale Geldgeber-Troika sind diesbezüglich „optimistisch“.

AthenDie internationalen Geldgeber-Troika und die Regierung in Athen haben am Sonntag ihre Verhandlungen in der griechischen Hauptstadt abgeschlossen. „Wir haben bedeutende Fortschritte (gemacht)“, erklärte der Chef der Griechenland-Mission beim Internationalen Währungsfonds (IWF), Poul Thomsen, nach einem Treffen mit dem griechischen Finanzminister Ioannis Stournaras. Am Treffen nahmen auch Kontrolleure der EU und der Europäischen Zentralbank (EZB) teil. Am Sonntagabend wollten die Kontrolleure nach Brüssel zum Treffen der Eurogruppe am Montag abreisen. Stournaras äußerte sich vor Reportern optimistisch, dass es am Montagabend zu einer Einigung in der Eurogruppe kommen werde.

Nach übereinstimmenden Berichten der griechischen Presse soll das wichtigste Thema, die sogenannte „Mobilitätsreserve“, abgehakt sein. Bis Ende September müssen demnach 12 500 Staatsbedienstete in andere Behörden versetzt werden, in denen es an Personal mangelt. Sollte kein Arbeitsplatz für sie gefunden werden, sollen sie gehen. Zu den Betroffenen zählen auch gut 3500 Kommunalpolizisten. Auch tausende Angestellte der Städte und Gemeinden sind betroffen. Hunderte Kommunalpolizisten hatten am Samstag in Athen gegen ihre Versetzung in die sogenannte „Mobilitätsreserve“ protestiert.

Unterdessen wurde die Latte bei den Privatisierungen niedriger gehängt: Nach dem vorläufigen Scheitern des Verkaufs der staatlichen griechischen Erdgasfirma Depa an den russischen Staatskonzern Gazprom Anfang Juni rechnen Athen und die Geldgeber-Troika mit deutlich weniger Einnahmen aus Privatisierungen in diesem Jahr als ursprünglich geschätzt wurde. Die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur AMNA berichtete am Samstag, die Privatisierungs-Zielvorgabe sei von 2,6 Milliarden Euro auf 1,6 Milliarden bis Ende des Jahres gesenkt worden.

Die Eurogruppe wird am Montag unter anderem auch um die Auszahlung der nächsten Kredittranche von 8,1 Milliarden Euro an das krisengeschüttelte Euroland beraten. In Athen galt am Sonntag als sehr wahrscheinlich, dass die 8,1 Milliarden Euro in Raten und erst nach weiteren Kontrollen der Geldgeber ausgezahlt werden.

Von

dpa

Kommentare (24)

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Ludwig500

07.07.2013, 13:42 Uhr

Sorry, habe nur die Überschrift gelesen. Den Rest habe ich mir geschenkt.

Das Ergebnis der Verhandlungen kenne ich auch so. Griechenland bekommt das Geld, macht dafür Zusagen, Reformen anzustrengen. Diese Reformen werden dann nachher aufgeweicht. Wenn sie nicht in die Zukunft verschoben werden, Und dann wird wieder mal wieder neu gewählt. Die neue Regierung macht zu Beginn zwei Dinge: Erstens feststellen, dass noch mehr Geld gebraucht wird, und zweitens die Reformversprechen der Vorgänger nicht anerkennen. Und die Troika macht sich wieder auf den Weg, es wird verhandelt...

Observer

07.07.2013, 14:10 Uhr

Diesen, und den ganzen anderen derzeitigen Regierungswahnsinn koennen sike nur stoppen, wenn sie die richtige Opposition waehlen!
Waehlen sie aber nicht irgendeine Alternative, die nur den Euro abschaffen, aber alles Andere so belassen moechte, waehlen sie die NEUE MITTE, weil sie ein komplettes Programm hat und ethische Vorstellung von einer besseren Politik, einer Politik die dem Buerger dient und nicht nur wenigen Finanzoligarchen!
www.neuemitte.info, unvoreingenommen informieren und dann richtig waehlen, nicht nur das kleinere Uebel!

BundFuture

07.07.2013, 14:16 Uhr

Ich sehe es genauso wie Ludwig500.
Die einzige Chance etwas zu ändern ist AfD wählen.
Daher: die, die überzeugt sind - macht Werbung für die Partei in eurem Umfeld, damit es klappt!

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