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27.01.2004

13:38 Uhr

Hintergrund

Kraftfahrzeugsteuer wird immer wieder umgebaut

Im Jahr 1906 wurde die Luxussteuer auf Privatwagen eingeführt. Seitdem wird in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen an der Kraftfahrzeugsteuer gedreht. Die derzeit geltenden Steuersätze stammen aus dem Jahr 1997. Danach wird nicht nur der Hubraum eines Autos, sondern auch der Schadstoffausstoß eines Personenwagens in besonderem Maße und differenziert berücksichtigt. Bei der Bemessung der Steuer spielt auch die Antriebsart - Benzin- oder Dieselmotor - eine wichtige Rolle.

HB HAMBURG. Der deutliche Einstieg in die Begünstigung schadstoffarmer Personenwagen begann 1985 mit der befristeten Befreiung von Steuern. Damit sollten Umweltbelastungen vermindert werden. Die Reform ging einher mit einer komplizierten Bemessung, die etwa Erstzulassung, Antriebsart, Hubraum und Schadstoffstufen berücksichtigte. Der Preis für die Ziele der Umweltpolitik war ein geringeres Steueraufkommen. 1989 wurden Katalysatorautos befristet von der Steuer befreit, für eine Kat-Nachrüstung gab es Barzuschüsse vom Staat. Im Jahr danach wurden mit der deutschen Wiedervereinigung weitere Veränderungen fällig. 1994 wurden schließlich die Steuersätze für Dieselautos erhöht und deren Besitzern so Vorteile aus der Mineralölsteuer genommen.

Nach den seit 1997 geltenden Sätzen und dem 2002 neu gefassten Gesetz wurden die Steuern für schadstoffarme Autos gesenkt. So genannte Drei-Liter-Autos wurden bis maximal Ende 2005 sogar von der Steuer befreit, alle anderen stärker belastet. Die Steuer wird von den Ländern mit großem Verwaltungsaufwand erhoben und steht ihnen vollständig zu. Im Jahr 2002 kassierten sie 7,6 Mrd. €.

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