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11.01.2016

16:38 Uhr

Hochschulen

Elite-Uni-Wettbewerb könnte politisch gelenkt werden

VonBarbara Gillmann

Der Staat fördert mit der „Exzellenzinitiative“ die führenden Hochschulen. Das Programm läuft 2017 aus, noch wird über eine Verlängerung gerungen. Dabei fürchtet die Wissenschaft eine Einflussnahme der Politik.

Forscher befürchten, dass die Politik in der nächsten Runde der „Exzellenzinitiative“ mitbestimmen will, welche Universitäten Gelder erhalten.

Politischer Einfluss

Forscher befürchten, dass die Politik in der nächsten Runde der „Exzellenzinitiative“ mitbestimmen will, welche Universitäten Gelder erhalten.

BerlinAn den führenden Universitäten des Landes macht sich Nervosität breit: „Es wird immer schwerer, Konkurrenzangebote für Forscher aus dem Ausland abzuwehren“, sagt der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Peter Strohschneider. Auch könne eine Uni im Grunde keine Doktoranden für die neuen Graduiertenschulen mehr anwerben, weil niemand wisse, wie es nach Herbst 2017 weitergehen wird. Denn dann läuft die der 2005 gestartete Wettbewerb „Exzellenzinitiative“ nach bisheriger Prägung aus. „Der Erwartungsdruck wächst flächendeckend“, so Strohschneider.

Denn obwohl sich Bund und Länder schon 2014 grundsätzlich auf eine zehnjährige Fortsetzung der Exzellenzinitiative verständigt haben, gibt es keine konkreten Verhandlungen über das Wie. Erst Ende Januar soll die Expertenkommission um den Schweizer Forschungsmanager Dieter Imboden ihren Bericht zum Erfolg der bisherigen Exzellenzinitiative vorlegen.

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Trotz der Debatte über den Akademisierungswahn: Es studieren weniger junge Menschen, als die Unternehmen laut Prognosen künftig brauchen. Gibt es dann noch genügend Auszubildende? Forscher sehen ein „Bildungsproblem“.

Seit 2005 hatte die Politik viereinhalb Milliarden Euro in die Forschung der besten Hochschulen gesteckt – drei Viertel davon der Bund. Aktuell gibt es elf Elite-Unis, die als Institution gefördert werden, daneben erhalten zahlreiche Exzellenzcluster – also Verbünde von Hochschulen mit anderen Forschungsorganisationen - und Graduiertenschulen Geld.

Und die Zeit drängt: Die Wissenschaftsminister müssten sich schon im April auf ein Konzept für die Fortsetzung einigen, damit dieses im Juni von den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin abgesegnet werden kann. Nur wenn dieser straffe Zeitplan eingehalten wird, kann ein größeres Loch in der Förderung vermieden und so größerer Schaden vermieden werden, mahnt die DFG, die den Auswahlprozess bisher gemeinsam mit dem Wissenschaftsrat organisiert hat.

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