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13.02.2013

08:25 Uhr

Höchstwerte - aber keine Mehrheit

Auch Schavan stoppt Union-Höhenflug nicht

In Umfragen glänzt die Union: Im stern-RTL-Wahltrend kommen CDU/CSU auf 43 Prozent – der beste Wert seit sieben Jahren. Allerdings fällt die FDP wieder deutlich zurück. Eine Regierungsbildung wird damit schwierig.

Annette Schavan (CDU) lenkte sich beim Ehinger Fasnetsumzug ab – ihr Rücktritt hat den Umfragewerten ihrer Partei nicht geschadet. dpa

Annette Schavan (CDU) lenkte sich beim Ehinger Fasnetsumzug ab – ihr Rücktritt hat den Umfragewerten ihrer Partei nicht geschadet.

BerlinDer Union hat die Debatte um die Plagiatsvorwürfe gegen die frühere Bildungsministerin Annette Schavan anscheinend nicht geschadet. In dem am Mittwoch veröffentlichten stern-RTL-Wahltrend klettert sie im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte, und damit zum zweiten Mal in diesem Jahr auf 43 Prozent. Das ist im stern-RTL-Wahltrend der beste Wert seit mehr als sieben Jahren.

Die Union hat damit die Vertrauensdelle nach der verlorenen Niedersachsenwahl wieder wettgemacht. Bei der FDP dagegen verpufft der Rückenwind nach ihrem überraschend guten Abschneiden in Niedersachsen: Sie fällt um einen Punkt auf nur noch drei Prozent. Die Liberalen wären damit erneut nicht im neuen Bundestag vertreten.

Wenig Neues gibt es bei den Oppositionsparteien: Der SPD wollen unverändert 25 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Die Linke verharrt bei sieben Prozent. Die Grünen geben einen Punkt ab, bleiben aber mit 14 Prozent deutlich über ihrem Wahlergebnis von 10,7 Prozent bei der letzten Bundestagswahl. Die Piraten hätten mit drei Prozent weiter keine Chance auf einen Einzug ins Parlament. Auf sonstige Parteien entfallen fünf Prozent.

Mit 39 Prozent sind SPD und Grüne zusammen damit vier Punkte schwächer als die Union. Allerdings benötigt auch die Union einen Partner für die Regierungsbildung: wenn die FDP tatsächlich ausfällt blieben als Machtoptionen nur eine große Koalition mit der SPD oder Schwarz-Grün.

Befragt wurden vom 4. bis 8. Februar insgesamt 2505 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Von

rtr

Kommentare (24)

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Vicario

13.02.2013, 08:55 Uhr

Zitat : In Umfragen glänzt die Union derzeit

Lass die verwesene Schwarze korrumpirte und verfilzte Clique jubeln : die Realität wird sie bei der Wahl einholen !
Für die Nomenklatura CDU,SPD,FDP,GRÜNE, LINKE wird im September die Rechnung präsentiert !
Und die heißt : ABWAHL !

Waehlerboykott

13.02.2013, 09:08 Uhr

Die Wahlbeteiligung in Deutschland hat im Schnitt seit 1949 auf allen Ebenen des politischen Systems unterschiedlich stark abgenommen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich dadurch die Zahl der Nichtwähler ungefähr verdoppelt. Besonders auffallend ist der hohe Anteil bei Kommunal-, Regional-, Landtags-, und Europawahlen. Bei den Europawahlen stieg die Anzahl der Nichtwähler seit 1979 von 34,3 % auf 56,7 % (Europawahl 2009), während diese Anzahl bei Bundestagswahlen relativ niedrig blieb, wenngleich auch hier ein Anstieg auf zuletzt 29,2 % Nichtwähler zu beobachten ist.

Ich hoffe, dass die 30% Nichtwähler diesmal zur Wahl gehen werden. Das würde ein politisches Erdbeben auslösen und so manche Blockpartei würde am 22.09.2013 ihr Waterloo erleben!
Bei der Europawahl 2009 haben 56,7% der Wahlberechtigen ihre Stimme verweigert.
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehehn lassen!
Fast 60 % lehnen Europa und den Euro ab, indem Sie ihre Stimme verweigern.
Diese Zahlen und Fakten will die Politik einfach nicht wahrhaben.
Schwarz-Gelb hat keinesfalls die volle Zustimmung des Volkes, sondern nur die Zustimmung eines kleinen Teils der Wählerschaft.

Gast

13.02.2013, 09:10 Uhr

"repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger."

Sehr aufschlussreich. Den Satz hätte man auch weglassen können, mit seiner gegen Null tendierenden Aussagekraft.

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