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15.11.2014

16:44 Uhr

HoGeSa in Hannover

Keine Krawalle bei Hooligan-Demo

Hannover gleicht einer belagerten Stadt - doch bei der umstrittenen Demo von Hooligans gab es kaum Krawall. Die Polizei hat aus den Vorfällen von Köln ihre Lehren gezogen. Und ihre Strategie geht auf.

Hooligan-Protest gegen Islamisten

HoGeSa-Demo in Hannover ohne Krawalle

Hooligan-Protest gegen Islamisten: HoGeSa-Demo in Hannover ohne Krawalle

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HannoverSie recken die Fäuste in die Luft, tragen T-Shirts mit Aufdrucken wie „Hoolizei“ und „Anti-Sharia-Team“ und skandieren „Hurensöhne“: Nachdem die Demo von Hooligans und Rechtsextremen in Hannover lange Zeit ereignislos vor sich hingeplätschert ist, wird die Stimmung am Nachmittag dann doch noch kurzzeitig deutlich aggressiver.

Doch Dimensionen wie in Köln, wo die Polizei vor kurzem bei einer ähnlichen Kundgebung förmlich überrannt wurde, erreicht die Demo in Hannover am Samstag beileibe nicht. Die Polizei hat dazugelernt - ihre Einsatzstrategie ist diesmal, Stärke zu zeigen und so für Ruhe zu sorgen. „Diese Strategie ist voll aufgegangen“, sagt der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Insbesondere das Alkoholverbot habe gewirkt.

Kritisch wird es zum ersten Mal, als linke Gegendemonstranten sich den Hooligans nähern und versuchen, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Die Beamten setzen Pfefferspray ein, nach wenigen Minuten hat sich die Lage zunächst wieder beruhigt. Und die ersten Hooligans, angereist aus ganz Deutschland, verlassen gelangweilt ihren schwer bewachten Kundgebungsort hinter dem Hauptbahnhof.

Fans im Fußball: Hooligans und Ultras

Hooligans

Landläufig werden gewalttätige Fußballfans als „Hooligans“ bezeichnet.

Täter

Sie sind nach Erkenntnissen von Ermittlern Gewalttäter, die vor allem Fußballspiele als Umfeld für Schlägereien nutzen. Der Sport steht bei ihnen eher im Hintergrund.

Ultras

Dann gibt es die sogenannten „Ultras“. Sie sehen sich mitunter als die „wahren Fans“, die ihren Club bedingungslos unterstützen.

Einstufung

Auch unter den Ultras gibt es gewaltbereite Fans. Der überwiegende Teil wird im ZIS-Jahresbericht 2013/2014 (Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze) aber als friedlich eingestuft.

Kategorie A

Fußballfans werden in drei Gruppen eingeteilt: „Kategorie A“ sind friedliche Anhänger.

Kategorie B

„Kategorie B“ ist der „gewaltbereite, gewaltgeneigte Fan“.

Kategorie C

Unter „Kategorie C“ fällt der „gewaltsuchende Fan“.

Zahl

Die Zahl der Anhänger in den letzten beiden Kategorien beziffert der ZIS-Jahresbericht bundesweit auf 10.542.

Nach den schweren Ausschreitungen in Köln demonstriert die Polizei am Samstag in Hannover ihre ganze Macht. Mit scharfen Auflagen wie einem Alkoholverbot und der Durchsuchung jedes einzelnen Teilnehmers auf Waffen oder Böller erreichen die Beamten schon im Vorfeld, dass letztlich deutlich weniger Teilnehmer anreisen als erwartet - 3000 kommen, 5000 waren angemeldet gewesen. Außerdem dürfen die Demonstranten nur auf einem der hässlichsten Plätze Hannovers ihre Warnung vor dem Islamismus verkünden, auf dem komplett von der Außenwelt abgesperrten Busbahnhof.

Bei der Demo selbst demonstrieren dann Tausende Einsatzkräfte mit Wasserwerfern und schwerem Gerät die ganze Stärke des Staates - und sorgen so für Ruhe. Bis zum Nachmittag sind die Hooligans auf der einen und die linken Gegendemonstranten auf der anderen Seite weit voneinander getrennt. Erst dann stehen sich beide Lager in Sichtweite etwa 200 Meter gegenüber und beschimpfen sich gegenseitig.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Herr Wolfgang Trantow

17.11.2014, 07:53 Uhr

Tolerenz in Deutschland? Jede Meinung etwas rechts von der Mitte wird scharf verurteilt! Jede Meinung für "Ausländer" wird hemmungslos unterstützt, auch wenn deutsche darunter leiden. Integrieren: Wieso wollen die Islamgläubigen grundsätzlich die Trennung und bringen dies mit der Kleidung auch zum Ausdruck " wir wollen mit Deutschen nichts zu tun haben. Warum verbieten die "Türken" noch immer den Umgang mit Deutschen? Wieso haben die Ausländer bei uns absolute Freiheit und werden auf Grund des Status "Ausländer" immer bevorzugt (Familienclans usw.)?

Herr Jens Muche

17.11.2014, 10:22 Uhr

@ Wolfgang Trantow "Wieso haben die Ausländer bei uns absolute Freiheit und werden auf Grund des Status "Ausländer" immer bevorzugt (Familienclans usw.)?"

Germaniam esse delendam oder Deutschland muß vernichtet werden.

Herr Jens Muche

17.11.2014, 13:13 Uhr

„Keine Krawalle bei Hooligan-Demo“

Doch, Krawalle gab es schon, nur gingen die nicht von den „Hooligans“ aus, sondern von den überaus „friedlichen Gegendemonstranten“ des linken Spektrums, die selbstverständlich unbehelligt von überall her anreisen durften, ohne Alkoholkontrolle, Leibesvisitation nach Flaschen und Pyrotechnik über sich ergehen lassen zu müssen. Die „Hooligans“, unter denen sich auch hier wohnende farbige Ausländer und ganz normale Bürger befanden, mußten die o.a. Unannehmlichkeiten über sich ergehen lassen, ein nicht unbedeutender Teil potentieller Teilnehmer wurde von der Polizei nicht vorgelassen und z.T. schon in den Bahnhöfen „aussortiert“. Soviel zum „Domokratieverständnis“ in diesem Land.

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