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28.01.2012

09:04 Uhr

Hohe Beitragseinnahmen

Reserve der Rentenkasse auf Rekordniveau

Die Finanzreserve der Rentenversicherung ist einem Pressebericht zufolge auf einen Rekordwert gestiegen. Beitragszahler dürfen nach einer Senkung zum Jahreswechsel nochmals auf geringere Einzahlungen hoffen.

Ältere Menschen sitzen auf einer Bank und betrachten den Gardasee. dapd

Ältere Menschen sitzen auf einer Bank und betrachten den Gardasee.

Wegen der guten wirtschaftlichen Entwicklung und sprudelnder Beitragseinnahmen sind die Rücklagen der Rentenversicherung im vergangenen Jahr stärker geklettert als noch im Dezember prognostiziert. Nach Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ stieg die „eiserne Reserve“ zum Jahresende auf 24,1 Milliarden Euro. Damit liegt die Rücklage der Zeitung zufolge auf dem höchsten Wert seit den 70er Jahren - eine Ausnahme bilde das Jahr 1992.

Der rentenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Peter Weiß (CDU), erwartet, dass die günstige Entwicklung in diesem Jahr anhält. "Alles deutet darauf hin, dass sich im laufenden Jahr die Einnahmesituation in allen Sozialkassen weiter verbessert", sagte Weiß dem Blatt.


Der Beitrag zur Rentenversicherung war zum Jahreswechsel von bisher 19,9 Prozent auf 19,6 Prozent gesenkt worden. Bisherigen Vorhersagen zufolge könnte der Rentenbeitrag 2013 erneut sinken. Eine Beitragssenkung ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn die Reserve 1,5 Monatsausgaben übersteigt.

Streit um die Rente mit 67 dauert an

Unterdessen wurden am gestrigen Freitag neue Daten im Streit um die Rente mit 67 bekannt. Die Beschäftigung älterer Menschen ist nach einer Analyse der Arbeitgeber überdurchschnittlich hoch - und damit weitaus besser als bislang dargestellt. Nach deren Berechnung liegt die Quote der am Arbeitsmarkt verfügbaren 60- bis 64-Jährigen mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei 68,3 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kommt aufgrund einer anderen Berechnungsgrundlage auf einen Wert von aktuell 27,5 Prozent - mit zuletzt stark steigender Tendenz.

„Die Behauptung, in dieser Altersgruppe habe nur jeder Vierte eine sozialversicherungspflichtige Arbeit, ist höchst irreführend“, heißt es dazu in dem Papier der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), das dem Handelsblatt vorliegt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warf den Arbeitgebern Schönfärberei vor.

Die Beschäftigungsquote dieser sogenannten rentennahen Jahrgänge spielt eine wichtige Rolle in der Debatte über die Anhebung des Renteneintrittsalters. Die SPD will die Rente mit 67 so lange aussetzen, bis die Quote der 60- bis 64-Jährigen in Beschäftigung auf mindestens 50 Prozent gestiegen ist. Nach Angaben des Arbeitsministeriums liegt die Beschäftigungsquote für alle Erwerbsfähigen zwischen 15 und 65 Jahren bei 51,7 Prozent.

Kommentare (20)

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MLFD

28.01.2012, 10:09 Uhr

Die Senkung des Rentenbeitrages hat mir nach Gehenrechnung der Erhöhung des Pflegebeitrages 1,98 Euro mehr netto im Januar gebracht. Das Gesetz gehört geändert. Jetzt müssen Reserven aufgebaut werden, damit später eine Erhöhung/Leistungskürzung verhindert werden kann.

MaWo

28.01.2012, 10:22 Uhr

@ MLFD,
diese Gedanken erübrigen sich wohl.
So wie seinerzeit "die blühenden Landschaften" aus den Rentenkassen (Sozialkassen) einseitig zu Lasten der Pflichtversicherten bezahlt wurden, werden wohl in Kürze die notleidenden EU-Staaten nach gleicher Manier unterstützt werden.
Oder sollte Sie etwa der Meinung sein dass sich die verursachenden Politiker solidarisch beteiligen werden?!
Es handelt sich schließlich um "Geben" und nicht um "Nehmen".

fenfir

28.01.2012, 11:27 Uhr

Stolze Summe
Höchster Betrag seit den 70.gern

Wir hatten mal 3 Auszahlungsmonate als Rücklage.
Wieviele sind es heute?
Ich gehöhre zur kommenden Rentnerschwemme,
warum sollte der Beitrag nicht bei 19,9% bleiben
und man eine Jahresrücklage bilden, die erst
dann abgebaut wird wenn wir in Rente gehen um dann die
Beitragszahler zu entlasten?
Weil die Geschmirten Politiker dafür bezahlt werden


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