Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.09.2012

12:14 Uhr

Hohe Quote

Neun von zehn Dreijährigen im Kindergarten

Verglichen mit anderen OECD-Ländern kann Deutschland derzeit eine hohe Quote bei der Betreuung von Kindern im Kindergarten vorweisen. Spitzenreiter sind die Bundesländer Thüringen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Eine Erzieherin spielt in einem Dortmunder Kindergarten mit einer Gruppe Kinder. dpa

Eine Erzieherin spielt in einem Dortmunder Kindergarten mit einer Gruppe Kinder.

WiesbadenIn Deutschland besuchen nahezu alle Kinder einen Kindergarten. Bei den Dreijährigen lag der Anteil im Jahr 2010 bei 89 Prozent und bei den Vierjährigen sogar bei 96 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit lagen die Quoten deutlich höher als in anderen Industrieländern.

Im Durchschnitt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lag der Anteil der dreijährigen Kinder, die einen Kindergarten besuchen, laut dem Statistikamt bei 66 Prozent und bei den Vierjährigen bei 79 Prozent.

Innerhalb Deutschland gab es jedoch zum Teil erhebliche Unterschiede. Die höchsten Betreuungsquoten bei den Dreijährigen gab es in Thüringen (96 Prozent), Rheinland-Pfalz (95 Prozent) sowie in Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt (jeweils 94 Prozent). Deutlich geringer waren die Quoten in nahezu allen nördlichen Bundesländern: In Hamburg und Schleswig-Holstein lag der Anteil bei jeweils 80 Prozent, in Bremen bei 81 Prozent und in Niedersachsen bei 82 Prozent. Bei den Vierjährigen bewegten sich die Werte zwischen 88 Prozent in Hamburg und 99 Prozent in Baden-Württemberg.

In Deutschland gingen den Angaben zufolge insgesamt 35 Prozent der Kinder in öffentliche Einrichtungen und 65 Prozent in private Einrichtungen. Im OECD-Durchschnitt war das Verhältnis umgekehrt: Öffentliche Einrichtungen besuchten 63 Prozent der Kinder, private Kindergärten 37 Prozent. In Deutschland kamen zudem auf eine Betreuerin oder einen Betreuer zehn Kinder, im OECD-Durchschnitt waren es zwölf.

Auch dabei gab es Unterschiede zwischen den Ländern: Während in Bremen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz knapp neun Kinder sich eine Betreuerin oder Betreuer teilen mussten, waren es in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zwölf Kinder.


Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×