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08.01.2010

12:53 Uhr

Holocaust-Gedenktag

Schimon Peres spricht vor Bundestag

Zum Holocaust-Gedenktag Ende Januar wird der israelische Staatspräsident Schimon Peres vor den Mitgliedern des Bundestages sprechen. Mit seiner Rede in der Feierstunde tritt der Friedensnobelpreisträger in die Fußstapfen von Ezer Weizman und Mosche Katzav.

Staatspräsident Peres: Rede zum Holocaust-Gedenktag geplant. ap

Staatspräsident Peres: Rede zum Holocaust-Gedenktag geplant.

HB BERLIN. Der israelische Präsident Schimon Peres wird am Holocaust-Gedenktag im Bundestag sprechen. Der 85-jährige Friedensnobelpreisträger werde seine 25-minütige Rede auf Hebräisch halten, sagte eine Parlamentssprecherin am Freitag auf Anfrage in Berlin. Er ist der dritte israelische Präsident nach Ezer Weizman 1996 und Mosche Katzav 2005, der vor dem Bundestag spricht.

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 der zentrale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Im Oktober 2005 erklärten die Vereinten Nationen diesen Tag zum internationalen Holocaust-Gedenktag. Am 27. Januar 1945 war das Vernichtungslager Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit worden.

Der Bundestag begeht den Gedenktag jedes Jahr mit einer Feierstunde, zu der die höchsten Repräsentanten des Staates eingeladen sind. Dazu zählen neben dem Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin, der Bundesratspräsident und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Regelmäßig sind auch kirchliche Würdenträger und Zeitzeugen unter den Gästen, beispielsweise die Präsidenten der Lagergemeinschaften der ehemaligen Konzentrationslager.

In den vergangenen Jahren hatten unter anderen der ehemalige polnische Außenminister Bronislaw Geremek, der ehemalige spanische Kulturminister und Holocaust-Überlebende Jorge Semprún und der ungarische Literaturnobelpreisträger und Holocaust-Überlebende Imre Kertész in der Feierstunde gesprochen. 2009 hielt Bundespräsident Horst Köhler die Hauptrede.

Neun Tage vor dem Besuch von Peres wird am 18. Januar der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit mehreren Ministern seines Kabinetts zu den zweiten bilateralen Regierungskonsultationen nach Berlin kommen. Das erste solche Treffen hatte im März 2008 in Jerusalem stattgefunden. Damals war ein jährlicher Turnus vereinbart worden. Die Konsultationen in Berlin waren ursprünglich schon für den November geplant, wurden aber wegen einer Krankheit Netanjahus kurzfristig abgesagt.

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