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13.06.2017

12:03 Uhr

Holocaust-Leugner

Horst Mahler wurde an Deutschland ausgeliefert

Der verurteilte und geflohene Rechtsextreme Horst Mahler ist wieder in Deutschland. Er hatte nur wegen einer Krankheit das Gefängnis verlassen dürfen, war dann aber nach Ungarn gereist.

Der Rechtsextremist Flughafen Budapest Liszt Ferenc. dpa

Horst Mahler

Der Rechtsextremist Flughafen Budapest Liszt Ferenc.

BudapestUngarn hat den verurteilten Rechtsextremisten Horst Mahler an Deutschland ausgeliefert. Er sei am Flughafen von Budapest übergeben worden, teilte die ungarische Polizei am Dienstag mit.

Mahler hatte Deutschland verlassen, um einer Gefängnisstrafe wegen Holocaust-Leugnung und antisemitischer Volksverhetzung zu entgehen. Er war am 15. Mai in der ungarischen Stadt Sopron aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden. Ein Budapester Gericht ordnete vergangene Woche seine Auslieferung an Deutschland an.

Der 81-jährige war Gründungsmitglied der linksextremistischen Rote Armee Fraktion. Später wurde er zum Rechtsextremisten und ist wegen mehrerer Neonazi-Vergehen verurteilt worden.

Mahler floh aus Deutschland, nachdem ihm vor zwei Jahren gestattet worden war, das Gefängnis wegen schwerer Krankheit zu verlassen. Er war zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Von

ap

Kommentare (3)

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Herr Holger Narrog

13.06.2017, 12:57 Uhr

Ich kenne die aktuelle Gesinnung des Herrn Mahlers nicht. Mich interessiert diese auch nicht. Soweit mir bekannt hat sich früher für Linksterroristen eingesetzt. Aber so wie ich dies in Deutschen Qualitätsmedien gelesen habe wurde er wegen seiner politischen Gesinnung zu einer Haftstrafe verurteilt.

Faszinierend ist das die politischen Asylparagraphen in den europäischen Verfassungen mittlerweile völlig in Masseneinwanderungsinstrumente umgewidmet wurden, während politisch Verfolgte im ursprünglichen Sinne keine Chance mehr haben in Europa Asyl zu erhalten.


Herr Peer Kabus

13.06.2017, 13:32 Uhr

Nun - ich wüßte nicht, was eine vorübergehende Entlassung aus der Haft wegen Krankheit, die der "Kranke" zur Flucht nacht Ungarn nutzt, weshalb seine Auslieferung nach Deutschland beantragt wurde, mit dem konkretem Asaylrecht zu tun haben soll, dessen Beantragung in Ungarn in diesem Fall genauso mißbräuchlich wäre und ist, wie massenhaft mißbräuchliche Asylbeantragung "schutzsuchender" Wirtschafteindringlinge.

Nicht die Ablehnung bei einem flüchtigen rechtskräftig Verurteilten ist zu beanstanden, sondern eine massenhafte Asylgewährung angeblich "Schutzsuchender" - vornehmlich junge, kräftige, aber unqualifizierte Männer, die ihre Angehörigen problemlos dem Schutz des Staates überlassen, aus dem sie "geflohen" sind.

Herr Peter Rufer

14.06.2017, 13:36 Uhr

Diesen Mann sollte man nie als tragische Figur sehen, sondern die Tragik dort erkennen, wo sie ist. Nämlich im Realitätsverlust, dem alle Extremisten unweigerlich zum Opfer fallen. Denn hier geht es nicht um eine individuelle gescheiterte Existenz, sondern um diejenigen, die meist zahlreich, zum Opfer dieser Leute werden.

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