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03.11.2014

14:46 Uhr

„Hooligans gegen Salafisten“

Niedersachsen prüft Verbot der Hooligan-Demo

Hannover wappnet sich gegen einen möglichen Ansturm von Hooligans und Neonazis. Während die Behörden ein Versammlungsverbot prüfen, mobilisieren Gewerkschaften und Parteien für eine Gegenkundgebung.

Soll sich nicht in Hannover wiederholen: Demonstranten werfen während einer Demonstration von Hooligans in Köln ein Polizeiauto um. dpa

Soll sich nicht in Hannover wiederholen: Demonstranten werfen während einer Demonstration von Hooligans in Köln ein Polizeiauto um.

HannoverNiedersachsens Behörden prüfen rechtliche Schritte gegen eine für den 15. November in Hannover angemeldete Anti-Islamismus-Demonstration. Die am Samstagabend eingegangene Anmeldung werde ausführlich analysiert, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Nach Informationen des NDR stehen dahinter Hooligans.

In Hannover gibt es Furcht vor Krawallen wie Ende Oktober in Köln. Dort hatten sich 4500 Hooligans mit Rechtsextremen versammelt und die Polizei angegriffen. „Wir haben festgestellt, dass in der rechtsextremistischen Szene für Hannover mobilisiert wird“, sagte eine Sprecherin des Verfassungsschutzes.

Ursprünglich war für den 15. November in Berlin eine Hooligan-Demonstration mit rund 10 000 Teilnehmern unter dem Motto „Hooligans gegen Salafisten“ (also gegen radikale Islamisten) angemeldet worden. Der Antrag ist nach Behördenangaben aber ungültig.

Nach dem SPD-Unterbezirk Hannover rief am Montag auch die FDP zu einer friedlichen Gegen-Kundgebung auf. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte vergangene Woche mit Hinweis auf die Gewalt-Exzesse in Köln betont: „Wir prüfen alle rechtlichen Schritte, um ähnliche Veranstaltungen in Niedersachsen zu verhindern.“

Anti-Salafisten-Demo in Köln

4.500 Teilnehmer: Hooligan-Demo eskaliert

Anti-Salafisten-Demo in Köln: 4.500 Teilnehmer: Hooligan-Demo eskaliert

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Diese Haltung gelte unverändert, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Pistorius hatte auch die Einrichtung einer bundesweiten Task Force zur Bekämpfung der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGesa) gefordert. Eine Woche nach den Hooligan-Krawallen in Köln haben die Ermittler bislang 72 Strafverfahren eingeleitet. Ermittelt werde wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung, so ein Staatsanwaltschafts-Sprecher.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

03.11.2014, 15:49 Uhr

Das haben Sozialisten und Gewerkschafter sicher gemeinsam:
Von ihnen sind rechtlich und politisch angemessenen Entscheidungen kaum zu erwarten. Dazu steht ihnen ihre verquaste Ideologie zu sehr im Wege.

Also müssen wohl erneut die Gerichte für Recht und Klarheit demokratischer Dimension Sorge tragen.
Nicht nur in sozialistisch regierten Ländern ist das fast zur Regel geworden.

Herr Dieter Enge

03.11.2014, 17:53 Uhr

Merkwürdig...die grün-roten Scheingewerkschaften wollen eine Gegendemonstration zu einer Anti-Salafisten-Demo organisieren...?

Also will das grün-rote Gutmenschengesocks nun für den Islamistendreck und für Gewalt in Europa auf die Straße gehen..?

Interessant. Deutschland wird immer bekloppter...!!!

Man muß sich langsam schämen, ein Ureinwohner Deutschlands zu sein und hier noch das System zu stützen......

Herr Wolfgang Trantow

03.11.2014, 19:43 Uhr

Hooligans verbieten und Salafisten, Islamgläubige unterstützen, fördern, wo diese Leute doch "Massenmörder" sind, verfolgt man die medien. Überall, wo der Islam herrscht, erfolgen Morde, bes. an Christen. Sind Nigeria, Somalia, Irak, Syrien usw. nicht abschreckende Beispiele um den Islam zu verbieten? Was ist mit der Fatwa? Anerkanntes Rechtsmittel jetzt in Deutschland? Wofür waren/sind wir in Afghanistan? Nur um den Rauschgifthandel und Anbau zu fördern? Warum schicken wir die BW überall hin, wenn sie versagt bzw. die Offiziere sich weigern Ihre Aufträge zu erfüllen?

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