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25.06.2015

14:16 Uhr

Horst Seehofer

CSU-Chef sieht „massenhaften Asylmissbrauch“

In der Diskussion um den Umgang mit Flüchtlingen geht Horst Seehofer seinen Bundespräsidenten Joachim Gauck hart an: Großherzigkeit sei angesichts des „massenhaften Asylmissbrauchs“ nicht angebracht, so der CSU-Chef.

Ende 2013 schaffte Bayern Lebensmittelpakete für Flüchtlinge ab. Angesichts der zunehmenden Flüchtlingsströme schlägt CSU-Chef Horst Seehofer vor, sie wieder einzuführen. dpa

Rückkehr der Lebensmittelpakete?

Ende 2013 schaffte Bayern Lebensmittelpakete für Flüchtlinge ab. Angesichts der zunehmenden Flüchtlingsströme schlägt CSU-Chef Horst Seehofer vor, sie wieder einzuführen.

BerlinCSU-Chef Horst Seehofer hat mit scharfen Äußerungen über Flüchtlinge und Kritik an Bundespräsident Joachim Gauck Empörung bei Grünen und der Linken provoziert. Seehofer prangerte im „Münchner Merkur“ vom Donnerstag „massenhaften Asylmissbrauch“ an. Zudem wies Bayerns Ministerpräsident Gaucks Mahnung an die Deutschen zurück, als Lehre aus der Vertreibung im Zweiten Weltkrieg die Flüchtlinge von heute großherziger aufzunehmen.

„Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Heimatvertriebenen, dass sie solche Vergleiche nicht gerne hören“, sagte Seehofer der Zeitung. Auch sei die Situation in der aktuellen Flüchtlingspolitik nicht mit der Lage im Zweiten Weltkrieg vergleichbar. „Die Ursachen sind jetzt andere, jetzt geht es auch um massenhaften Asylmissbrauch. Ich finde diese Diskussion nicht angezeigt“, sagte Seehofer an die Adresse des Staatsoberhaupts.

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Gauck hatte am Samstag am ersten deutschen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung gesagt, „die Schicksale von damals und die Schicksale von heute“ gehörten „auf eine ganz existenzielle Weise“ zusammen.

Die Äußerungen Seehofers riefen heftige Kritik der Grünen und der Linken hervor. „Seehofer betreibt billigen Populismus auf dem Rücken von Flüchtlingen“, sagte die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt. Die Kritik am Bundespräsidenten sei außerdem deplatziert. „Vertriebene und Flüchtlinge verbindet, dass niemand seine Heimat freiwillig verlässt“, sagte sie.

Auch der Vizechef der Linksfraktion, Jan Korte, ging hart mit dem CSU-Chef ins Gericht: „Seehofers Hetze ist weder christlich noch sozial, sondern einfach nur zynisch und ätzend“, erklärte er.

Kommentare (10)

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Herr Hans Mayer

25.06.2015, 15:48 Uhr

So ganz langsam merken die Blockparteien das sie es übertrieben haben. Nun da alle Schleusen geöffnet sind und im Mittelmeer sogar ein Abholservice für Wirtschaftsflüchtlinge durch die Marine eingerichtet wurde kriegen die Politikkasper Angst vor dem Wähler. Konnte man eine Zeit lang Kritiker noch als Nazi usw. beschimpfen funktioniert das nun nicht mehr.
In der Wahlkabine wird es sich zeigen, ich freue mich darauf, dort kann man ja noch im Geheimen sein Kreuzlein machen, und das werden viele bei der AfD.
Sie muss dafür eigentlich gar nicht viel tun. Die "Flüchtlinge" müssen nur weiterhin kommen.

Frau ines oppel

25.06.2015, 16:00 Uhr

Dass "Drehhofer" sich nicht scheut, die AfD für solche Äußerungen als populistisch zu verunglimpfen, soll mal dahingestellt bleiben. Aber es ist nicht hinnehmbar, dass das Aussprechen der Wahrheit hierzulande von den Grünen und Linken derart reflexartig als "populistisch" verteufelt wird. Fakt ist, dass angesichts der Anerkennungsquoten nur eine kleine Minderheit tatsächlich Anspruch auf Asyl hat und somit die große Mehrheit dieses Asylrecht "missbraucht". Es ist einfach nur ein Türöffner, um sich auf Kosten der Steuerzahler durch die Instanzen zu prozessieren und damit jahrelang in diesem Land bleiben zu können. Eine Abschiebung für abgelehnte Asylbewerber findet so gut wie nicht statt. Die Grünen und Linken gebärden sich nur deshalb so vehement als Interessensvertreter für diese Klientel, weil dieser inzwischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit nachgeworfen wird und sie sich davon größere Wahlerfolge versprechen. Ganz abgesehen von der "Asyl-Industrie", die an den Hunderttausenden von Asylbewerbern, die jedes Jahr nach Deutschland strömen, sehr gut verdienen. Es ist hierbei also sehr viel Eigennutz und Verlogenheit auf Seiten der sog. "Gutmenschen" im Spiel.

Frau Margrit Steer

25.06.2015, 16:56 Uhr

Man kann nur hoffen, dass Seehofer nicht wieder umkippt.
Dieses ganze Asyl-Theatr wird nicht mehr lange gut gehen.
Es wird in Deutschland enorme Bürgerkriege geben
Übrigens wurde dies von der CIA schon vorausgesagt ab 2020.
Ich gla<ube aber, so lange wird es nicht mehr dauern

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