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03.06.2016

03:51 Uhr

Horst Seehofer

„Mich macht niemand mundtot“

Horst Seehofer reagiert auf die Kritik von Wolfgang Schäuble: Seine Überzeugungen werde er nicht aufgeben, betont er. Zwischen ihm und der Kanzlerin sei alles gut. Probleme entstünden nur, wenn sich andere einmischen.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer: „Ich gebe meine Überzeugung für die Zukunft unseres Landes nicht auf.“ dpa

Horst Seehofer

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer: „Ich gebe meine Überzeugung für die Zukunft unseres Landes nicht auf.“

MünchenNach der harschen Kritik von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat CSU-Chef Horst Seehofer die Eigenständigkeit seiner Partei betont. „Die CDU kann gerne flächendeckend in 15 Landesverbänden jeden Tag zur Geschlossenheit mahnen. Aber ich gebe meine Überzeugung für die Zukunft unseres Landes nicht auf“, sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ (Freitag). „Und da wird mich niemand mundtot machen.“

Schäuble hatte der CSU „Attacken“ gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen. „Wie in der Union miteinander umgegangen wird, ist ziemlich einseitig: Es gibt nichts Vergleichbares aus der CDU gegenüber der CSU, nicht im Ganzen und nicht gegenüber Einzelnen - null“, kritisierte der Finanzminister im ZDF.

„Ich habe überhaupt keine persönliche Auseinandersetzung mit der Bundeskanzlerin“, hielt Seehofer dagegen. „Angela Merkel und ich haben die wenigsten Probleme, wenn wir beide persönlich beieinander sind. Schwierig wird es immer, wenn andere die Bühne betreten.“

Krise in der Union

Dicke Luft zwischen Merkel und Seehofer

Krise in der Union: Dicke Luft zwischen Merkel und Seehofer

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Zugleich betonte Seehofer, auch künftig eng mit Merkel und der CDU zusammenarbeiten zu wollen. „Ich bin ein alter Parteisoldat und weiß um meine Verantwortung in der Unionsfamilie - genauso wie die Kanzlerin.“ Nun gehe es für die Union darum, Vertrauen zu gewinnen.

„Vertrauen gewinnt man über Themen. Das geht nicht auf Knopfdruck, sondern mit Geduld und Klartext. Die Kanzlerin und ich sind entschlossen, das in den nächsten Monaten leisten zu wollen.“

Von

dpa

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