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20.09.2012

11:22 Uhr

IAB-Studie

Arbeitsagentur erwartet 2013 mehr Erwerbslose

Die Arbeitslosigkeit wird 2013 wieder zunehmen. Laut einer Studie werden 40.000 Personen mehr ohne Job sein als in diesem Jahr. Die gute Nachricht: Trotzdem werden insgesamt mehr Leute einer Arbeit nachgehen.

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet 2013 mit mehr Arbeitslosen. dpa

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet 2013 mit mehr Arbeitslosen.

BerlinNach drei Jahren sinkender Arbeitslosigkeit erwarten Forscher bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) für 2013 erstmals wieder eine leichte Zunahme der Erwerbslosigkeit. Im Jahresdurchschnitt werde die Zahl der Arbeitslosen 2013 voraussichtlich mit 2,94 Millionen um rund 40.000 höher liegen als für dieses Jahr erwartet werde, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Projektion des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Trotz steigender Arbeitslosigkeit werde die Zahl der Erwerbstätigen im kommenden Jahr nochmals zulegen um etwa 200.000. Das habe auch damit zu tun, dass aufgrund von Zuwanderung in diesem Jahr mit 45,18 Millionen Menschen dem Arbeitsmarkt so viele zur Verfügung stünden wie zuvor. Im kommenden Jahr werde das Arbeitskräftepotenzial wieder sinken.

Mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit sei schon in den nächsten Monaten zu rechnen, erklärte das IAB. Frühindikatoren ließen erwarten, dass die Konjunktur nachgebe. „Auch der Arbeitsmarkt bleibt nicht unbeeindruckt von der Krise, zeigt sich aber insgesamt robust“, sagte IAB-Prognosechef Enzo Weber. „Im zweiten Halbjahr 2012 schwächt sich die deutsche Konjunktur unter dem Eindruck der europäischen Schuldenkrise stark ab, erholt sich aber in der Folge.“ Für 2012 und 2013 rechnet das IAB mit einem Wirtschaftswachstum von 0,6 und 0,8 Prozent.

Bei einer weiteren Verschärfung der Euro-Krise müsste nach Einschätzung des IAB mit einer Rezession und einem Wirtschaftsrückgang um 0,4 Prozent gerechnet werden. Dann könne die Zahl der Arbeitslosen statt um 40.000 um 180.000 steigen.

Die Sozialversicherungen können sich auch im kommenden Jahr über mehr Beitragszahler freuen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wird laut IAB um 290.000 zulegen auf 29,29 Millionen. Das sei der höchste Stand seit 1992. Dass dennoch die Zahl der Arbeitslosen zunimmt, liegt am steigenden Arbeitskräfteangebot: immer mehr Ältere, die länger im Beruf bleiben, und höhere Zuwanderung dämpfen den demografischen Effekt. Für 2013 rechnet das IAB mit geringerer Zuwanderung, „auch wenn aus den von der Finanzkrise besonders betroffenen südeuropäischen Ländern noch verstärkt mit Zuzügen zu rechnen ist“.

Die IAB-Forscher plädieren für eine Neujustierung der Arbeitsmarktpolitik, die „die Qualität von Beschäftigung in den Blick nehmen“ müsse. „Es lohnt sich, rechtzeitig neue Wege zu gehen, bevor die bisherige Schubkraft völlig abhandenkommt“, heißt es in der IAB-Studie. „Das Potenzial der über die letzten Jahre andauernden Arbeitsmarktentwicklung scheint ausgereizt.“ Erstrebenswert sei eine „einkommens- und nachfrageintensivere Entwicklung“ ohne simple Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik. Ein Ansatzpunkt dafür sei, mehr dauerhaftere Arbeitsverhältnisse zu schaffen.

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Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

20.09.2012, 11:49 Uhr

Setzen wie diese Zahlen doch mal ins Verhältnis zu den einer SPD-Regierung unter G.Schröder .
Der hatte damals ,in zusammenarbeit mit den grünen ,eine Zahl von 5.216.434 Menschen, die offiziell als Arbeitslose registriert waren zu verantworten !!!
Das entspricht einer Quote von 12,6 Prozent - 10,4 Prozent in den alten und 20,7 Prozent in den neuen Bundesländern.

Schröder musste keine Griechenland und Finanzkisen berücksichtigen , er schuf H4,Zeitarbeit und tätigte die größten Rüstungsgeschäfte in der Geschichte der Bundesrepublik , gleichzeitig realisierte er den bisher größten Sozialabbau in der Geschichte der Bundesrepublik.

Heute reden wir von 2,irgendwas mit all den Problemen !!!

Island

22.09.2012, 20:12 Uhr

Was würde passieren wenn wir die „Ausländischen Arbeitskräfte“ vertragsgemäß nach Hause schicken?

Geringer Arbeitslosigkeit.

Geringere Beiträge für die Arbeit-, Renten- und Krankenversicherung.

Weniger Ausgaben vom Staat (50 Prozent aller Hartz 4 Empfänger sind Ausländer)

Warum machen wir das nicht?

LarsLonte

02.10.2012, 18:00 Uhr


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