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26.12.2012

21:58 Uhr

IfW-Berechnung

Arbeitsagentur schreibt rote Zahlen

ExklusivDas Defizit der Bundesagentur für Arbeit wird im nächsten Jahr höher als ursprünglich veranschlagt. Das ergaben Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Schuld ist auch der Bund.

Das Logo der Agentur für Arbeit. dpa

Das Logo der Agentur für Arbeit.

DüsseldorfDie Bundesagentur für Arbeit (BA) wird im kommenden Jahr 1,65 Milliarden Euro mehr ausgeben als sie einnimmt. Das zeigen Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das „Handelsblatt“. Damit wäre das Finanzloch eine halbe Milliarde Euro größer als im BA-Etat vorgesehen. 2014 werde dann ein Minus von einer weiteren Milliarde Euro auflaufen, schätzt IfW-Finanzexperte Alfred Boss. Damit wäre der Überschuss des abgelaufenen Jahres 2012 von 2,45 Milliarden Euro Ende 2014 komplett aufgebraucht. Falls dann kein Aufschwung einsetzt, braucht die BA Geld vom Bund.

Ein Grund für die Finanzprobleme der BA ist die steigende Arbeitslosigkeit, die Experten für 2013 befürchten. Doch die Probleme der BA liegen nicht nur an der Konjunkturschwäche. Vielmehr hat der Bund sich systematisch an der Agentur bereichert: Der 2007 als Ausgleich für die umstrittene Umsatzsteuererhöhung eingeführte Bundeszuschuss von acht Milliarden Euro pro Jahr an die Beitragskasse entfällt 2013. Zuvor war er schon halbiert worden.

Von

asr

Kommentare (3)

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General-Investigation

27.12.2012, 09:50 Uhr

Vor wenigen Monaten hat man sich doch noch damit gebrüstet das man sehr viel weniger Arbeitslose hat, die Kassen der BA sehr gut gefüllt sind und jetzt plötzlich soll alles anders sein? Schon erstaunlich, wo die überschüssigen Milliarden plötzlich verblieben sind...
das ist vermutlich das viel zitierte Weihnachtswunder gewesen.

HB-Leser

27.12.2012, 11:14 Uhr

An General-Investigation: Die Gelder sind jetzt in Griechenland.

Account gelöscht!

27.12.2012, 14:57 Uhr

Die Agentur für Arbeit macht Minus? Wie soll das gehen?
Dort sind doch nur noch die Kurzzeitarbeitslosen, die nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind, gemeldet. Alle anderen wurden ins Hartz IV getrieben. Wenn man jetzt noch Minus bei der Agentur für Arbeit macht, dann stimmt was nicht?
Alleine diese völlig unsinnig vollgestopfte Jobbörse schluckt wie zu viel Geld! Da sind Funktionen, die kein Mensch braucht, Arbeitgeber haben da meist keinen Bock drauf. Eine Internetagentur hat mal der Agentur für Arbeit angeboten, einen Online-Stellen-Markt, einfach, funktionell und kostengünstig zu erstellen. Die Antwort: Ja ist alles super, aber dann könnten wir die Kosten nicht mehr rechtfertigen.! Dazu kommen noch die Maßnahmen, Bewerbungstraining oder wie bringt man einem Hochschulabsolventen bei als Bauhelfer zu arbeiten! Da fließen Gelder ohne öffentliche Kontrolle, eine Hand wäscht die Andere!
Ich möchte wissen wer da alles die Hand aufhält damit so ein Minus entsteht!

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