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23.10.2015

19:42 Uhr

IG Metall

Gewerkschaft will Streikmöglichkeiten ausweiten

Ohne Urabstimmung kann die IG Metall bisher nur mittels Warnstreiks Druck ausüben. Diese sind meistens auf wenige Stunden begrenzt. Nun möchte die Gewerkschaft ihr Repertoire um Tagesstreiks erweitern.

ie nächste Tarifrunde in der zentralen Metall- und Elektroindustrie mit rund 3,7 Millionen Beschäftigten steht im kommenden März an. dpa

IG-Metall-Mitglieder streiken

ie nächste Tarifrunde in der zentralen Metall- und Elektroindustrie mit rund 3,7 Millionen Beschäftigten steht im kommenden März an.

FrankfurtDie IG Metall schärft ihre Waffen für den Arbeitskampf. Neben den bislang schon bekannten Warnstreiks will die Gewerkschaft ein weiteres Druckmittel einführen, für das noch keine Urabstimmung notwendig ist: den so genannten Tagesstreik. Anders als bei den meist auf wenige Stunden begrenzten Warnstreiks sollen sie 24 Stunden dauern und die Teilnehmer Streikgeld erhalten.

Entsprechende Änderungen des Arbeitskampfkonzeptes haben gleich mehrere Verwaltungsstellen beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt beantragt. Das höchste Gremium der Gewerkschaft nahm die Anträge am Freitag an und leitete sie an den Vorstand weiter. Eine endgültige Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen.

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Die Arbeitgeber kritisieren die angestrebte Ausweitung der Streikmöglichkeiten. „Wir brauchen eher weniger als mehr Möglichkeiten zum Streik. Die IG Metall sollte darüber nachdenken, ob Warnstreiks das richtige Mittel zur Mitgliederbindung sind“, sagte ein Sprecher von Gesamtmetall. Die nächste Tarifrunde in der zentralen Metall- und Elektroindustrie mit rund 3,7 Millionen Beschäftigten steht im kommenden März an.

Von

dpa

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