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10.04.2006

21:37 Uhr

IG Metall setzt Frist

Metall-Tarifkonflikt in Baden-Württemberg ergebnislos

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg setzt die IG Metall eine Frist. Nach der fünften Tarifrunde in Böblingen am Montag sagte der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksvorsitzende Jörg Hofmann, die Zeit für einen Abschluss am Verhandlungstisch laufe ab.

HB BÖBLINGEN. „Es konzentriert sich nur noch auf ein paar Stunden“, sagte er mit Blick auf die nächste Runde am 19. April. Am 20. April entscheide die Große Tarifkommission, ob die Urabstimmung für einen Streik beantragt werde. Klar sei, dass danach bis zum Streik keine Verhandlungen mehr möglich seien.

Der Südwestmetall-Chef Otmar Zwiebelhofer sagte, bei der Lohnzahl seien Arbeitgeber und Gewerkschaft diametral auseinander. „Wir haben über Zahlen nicht gesprochen.“ Man habe aber über ein Design ohne Laufzeiten, mit und ohne Differenzierung, diskutiert. Hofmann sagte dazu: „Wir haben das Thema in allen Facetten behandelt. Wir sind aber inhaltlich keinen Schritt weitergekommen.“

Am vergangenen Donnerstag hatten die Arbeitgeber eine Entgelterhöhung um jeweils 1,2 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Zudem solle es zwei betriebsbedingte Einmalzahlungen geben. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Hofmann erteilte den Einmalzahlungen eine Absage. Sie seien das falsche Mittel.

In Baden-Württemberg geht es in dieser Tarifrunde zusätzlich noch um die Kündigung der so genannten Steinkühlerpause für Band- und Akkordarbeiter. Zwiebelhofer sagte, die IG Metall habe sich in ein Gefängnis begeben. „In der Fünf-Minuten-Problematik sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels“, erklärte er. Die zusätzliche Pause war 1973 in einem Streik erstritten worden. Sie gilt nur im Tarifbezirk Nordwürttemberg/Nordbaden.

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