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09.10.2011

20:12 Uhr

IG Metall-Tagung

Wulff fordert Vorgaben für Finanzmarkt

Bundespräsident Christian Wulff hat einen umfassenden Ordnungsrahmen für die globalen Finanzmärkte gefordert. Der Bankensektor müsse saniert und neu geordnet werden, sagte er zum Auftakt der Klausurtagung der IG Metall.

Bundespräsident Christian Wulff bei der IG Metall-Tagung in Karlsruhe. dpa

Bundespräsident Christian Wulff bei der IG Metall-Tagung in Karlsruhe.

KarlsruheDie Liberalisierung und Deregulierung seien zu weit gegangen und missbraucht worden, sagte Bundespräsident Christian Wulff bei der IG-Metall-Tagung. „Wir dürfen unser Fundament, die soziale Marktwirtschaft und die Demokratie, nicht nervösen Finanzmärkten opfern, wo einzelne Spieler das Gemeinwohl schlicht ignorieren.“

Bis Samstag beraten rund 480 Delegierte auf dem Gewerkschaftstag Themen wie Finanzmarkt, Leiharbeit und Sozialstaat. Die Tagung der größten Einzelgewerkschaft im DGB steht unter dem Motto „Kurswechsel: Gemeinsam für ein gutes Leben“. Der Zweite IG-Metallvorsitzende Detlef Wetzel sagte, die IG Metall wolle die Schuldenkrise gemeinsam mit der Politik auf nationaler und internationaler Ebene bekämpfen. „Wir wollen nicht noch einmal erleben, dass die Zocker die Finanzmärkte beherrschen“, warnte Wetzel.

Nach Ansicht der IG Metall sei ein Kurswechsel in Wirtschaft und Gesellschaft möglich. Wetzel sagte, Banken- und Euro-Krise seien nicht vom Himmel gefallen, genauso nicht wie der Abbau der Sozialversicherungssysteme und die Deregulierung des Arbeitsmarktes. Dies gelte schon gar nicht für die Entfesselung der Finanzmärkte. „Das alles ist von Menschen gemacht und kann auch von Menschen beeinflusst und verändert werden“, sagte Wetzel. Dabei müssten die Politik sowie nationale und internationale Partner mithelfen.

IG-Metall-Chef Berthold Huber stellt sich am Dienstag zur Wiederwahl. Auch der zweite Vorsitzende Wetzel kandidiert erneut. Gleichzeitig soll der geschäftsführende Vorstand von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert werden. Unter den zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft wird am Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.

Die IG Metall ist mit rund 2,2 Millionen Mitgliedern die größte Einzelgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Sie veranstaltet turnusgemäß alle vier Jahre einen Gewerkschaftstag.

Von

rtr

Kommentare (5)

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We-are-99-Prozent

09.10.2011, 20:33 Uhr

Was macht die NATO wirklich in Afganistan?

--- geht es nur um den Schutz der Drogen -----

Demonstration in London gegen Afghanistan-Einsatz

Mehr als eintausend Menschen sind am Samstag zu einer Demonstration auf dem Trafalgar Square in London zusammengekommen, um dem zehnten Jahrestag des Krieges in Afghanistan zu gedenken. Dass der Krieg in Afghanistan der Stabilität in Großbritannien dienen würde, sei ein reiner Vorwand, so die Demonstrationsteilnehmer. Die meisten Briten würden auf einen sofortigen Truppenabzug aus Afghanistan hoffen.

Derzeit sind etwa 9000 britische Soldaten in Afghanistan stationiert. Seit Beginn des Einsatzes kamen 382 britische Soldaten ums Leben.

We-are-99-Prozent

09.10.2011, 20:41 Uhr

Demo gegen Afghanistan-Einsatz
Protestzug zum Kanzleramt

Friedensaktivisten und linke Gruppen haben in Berlin gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan protestiert. Unter dem Motto "Truppen abziehen - sofort und bedingungslos" versammelten sich die Demonstranten zunächst am Potsdamer Platz.

Proteste gegen den Afghanistan-Einsatz (07.10.2011) (Foto: dpa) Großansicht des Bildes Gegner des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan sind am Samstag durch Berlin-Mitte gezogen. Von dort aus zogen sie lautstark an der US-Botschaft vorbei Richtung Kanzleramt, wo sie symbolisch einen Panzer aus Pappe anzündeten. Rund 1000 Menschen beteiligten sich an der Demonstration. Die Polizei registrierte keine gravierenden Zwischenfälle.

Die Bundeswehr ist seit dem Jahreswechsel 2001/02 mit Truppen in Afghanistan vertreten. Derzeit sind dort etwa 5000 Bundeswehr-Soldaten im Dienst. Der Abzug der ersten deutschen Soldaten soll zum Ende des Jahres starten.

We-are-99-Prozent

09.10.2011, 20:51 Uhr

Wir sind 99%
Wir sind das Volk
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Polizei nimmt Mitglieder von Protestbewegung in Brüssel fest

Die Polizei hat im einem Brüsseler Park mehrere Dutzend Mitglieder der Protestbewegung «Empörte» vorläufig festgenommen. Sie hatten sich in der Nacht zum Sonntag geweigert, das Gelände zu verlassen und in einem früheren Universitätsgebäude zu übernachten.

Die "Empörten" versammeln sich im Elisabeth-Park



Brüssel. – Das Gebäude war von den Behörden angeboten worden. Die Demonstranten hatten am Abend im Elisabeth-Park begonnen, Zelte aufzuschlagen. Laut der Polizei ist der Park in Brüssel aber geschützt. Grössere Versammlungen oder Campieren sei daher verboten

Der Grossteil der «Empörten» hatte daraufhin den Park verlassen. Eine kleinere Gruppe verharrte sitzend im Park. Die Demonstranten wurden schliesslich von der Polizei weggetragen.

Die «Empörten» kamen aus Spanien, Frankreich und den Niederlanden und anderen europäischen Ländern nach Brüssel, um dort mehrere Tage lang zu debattieren.

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»[...] Am meisten befürchtet der Bilderberg-Club einen organisierten Widerstand. Seine Mitglieder wollen nicht, dass die einfachen Leute dieser Welt dahinterkommen, welche Zukunft sie für die Welt planen, nämlich eine Weltregierung bzw. ein Weltunternehmen mit dem einzigen, weltweiten Marktplatz, der von einer Weltarmee beaufsichtigt und von einer Weltbank mit einer globalen Währung geregelt wird. [...]«

Mehr zu den Absichten der Bilderberger bei www.wearechange.ch, 2. Juni 2010(sda)

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