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21.01.2015

20:51 Uhr

Ilse Aigner

Gaskraftwerke statt zweiter Stromtrasse

Über neue Stromtrassen tobt in Bayern seit Monaten ein heftiger Streit. Laut Energieministerin Ilse Aigner braucht das Land keine zwei Leitungen. Stattdessen will die CSU-Politikerin Gaskraftwerke errichten.

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will Details ihrer Pläne in wenigen Tagen vorstellen, wenn der Energiedialog mit Gegnern und Befürwortern abgeschlossen ist. dpa

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will Details ihrer Pläne in wenigen Tagen vorstellen, wenn der Energiedialog mit Gegnern und Befürwortern abgeschlossen ist.

MünchenBayerns Energieministerin Ilse Aigner (CSU) rechnet nicht mehr mit dem Bau zweier großer Stromtrassen durch Bayern, sondern mit lediglich einer Trasse. „Ich bin mir sicher, dass wir nicht zwei Leitungen brauchen werden“, sagte sie dem „Münchner Merkur“ (Donnerstagsausgabe). „Wir halten nicht für die Überproduktion im Norden her.“ Stattdessen sollen Gaskraftwerke errichtet werden. „Es deutet sich an: Wir brauchen gesicherte Leistung in Form von Gaskraftwerken.“

Aigner will Details ihrer Pläne in wenigen Tagen vorstellen, wenn der Energiedialog mit Gegnern und Befürwortern abgeschlossen ist. Sie werde den Dialog „mit Erfolg“ beenden, sagte sie: „Für Bayern wird das ein erheblicher Fortschritt sein.“

Von

dpa

Kommentare (7)

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Herr Fred Meisenkaiser

22.01.2015, 07:40 Uhr

" Stattdessen sollen Gaskraftwerke errichtet werden. „Es deutet sich an: Wir brauchen gesicherte Leistung in Form von Gaskraftwerken.“"
Dann würde die powertogas-Variante des Stromtransportes und Speicherung Sinn machen.
Denkt man soweit, oder haben nur die Lobbyisten der Gaskraftwerksbauer ihre Hände im Spiel?

Account gelöscht!

22.01.2015, 09:30 Uhr

Die Bayerische Landesregierung ist doch autark in ihrer Beurteilung. Im übrigen sind alle Verantwortliche Erwachsene!
Warum sollten sie nicht entscheiden was gut für ihr Bundesland gut ist? Das natürlich auch in voller Eigenverantwortung!
Bei Zweifeln kann/müsste der Bayerische Bürger halt aktiv werden.
Das ist ernst gemeint, kann aber auch ironisch aufgefasst werden.

Herr Werner Sangel

22.01.2015, 11:01 Uhr

Wer behauptete, die "Energiewende" würde ohne weitere Trassen funktionieren, sollte sich einmal mit den Szenario auseinandersetzen, was passiert, wenn Bayern die Stromlücke, die nach Abschaltung der Kernkraftwerke entsteht, nicht vollständig schließen kann. Tatsache ist: Bayern mit Wind- Solar- oder Biostrom dezentral mit Strom zu versorgen ist physikalisch nicht möglich, weil es, von den exorbitanten Kosten mal abgesehen, weder auf diesem Planeten ausreichend Rohstoffe für Batterien und / oder dem gelobten Verfahren „Power to Gas“, noch genügend Platz für Pumpspeicherwerke in Bayern gibt. Also werden die europäischen Stromautobahnen kommen müssen. Wie naiv muss man denn sein zu glauben, diese Stromtrassen wären nur dafür gedacht, den Schrottstrom aus Windkraft in den Süden zu transportieren. Dieser fließt höchsten hin und wieder mit ein. Diese Leitungen sind zwingend notwendig für den innereuropäischen Strommarkt. Ob wir das wollen oder nicht, spielt hierbei keine Rolle mehr! Die Realitätsverweigerung in der Politik, aber auch beim Bürger, der um seinen Ausblick auf seine Landschaft bangt, muss endlich aufhören - oder wir setzen weiter auf Kernenergie aus deutscher Produktion.

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