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29.02.2012

12:56 Uhr

Imageverlust

Westerwelle startet Kampagne gegen Europa-Skepsis

Die Schuldenkrise stellt das Gemeinschaftsprojekt Europa vor eine Zerreißprobe. Außenminister Guido Westerwelle will mit einer großen PR-Kampagne Vertrauen der Bevölkerung in das Bündnis zurückgewinnen.

Außenminister Guido Westerwelle will das Image von Europa pflegen. AFP

Außenminister Guido Westerwelle will das Image von Europa pflegen.

BerlinDie Bundesregierung will mit einer breit angelegten Öffentlichkeitskampagne im In- und Ausland für das geeinte Europa werben, dessen Image wegen der Schuldenkrise stark gelitten hat. „Europa muss die Europäer überzeugen; dann wird auch die Bewältigung der Krise gelingen“, heißt es in dem am Mittwoch von Außenminister Guido Westerwelle im Kabinett vorstellten Konzept.

Das europäische Projekt durchlebe wegen der Schuldenkrise die schwerste Vertrauenskrise seiner Geschichte. Es drohten neue Spaltungen Europas, alte Ressentiments, und Vorurteile seien zurückgekehrt. Diesen Tendenzen wolle das Auswärtige Amt entgegenwirken und den Menschen den Wert Europas neu bewusstmachen.

Die europäische Einigung sei die beste Antwort auf die neuen Herausforderungen, heißt es in dem Konzept. Mit dem Erstarken Chinas und Indiens würden die einzelnen Staaten Europas weiter an Einfluss verlieren. Zugleich müssten sich die Europäer in einer globalen Welt in einem Wettbewerb der Wirtschaften, Ideen, Bildungssysteme und Gesellschaftsmodelle messen. „Dabei werden wir nicht auf Europa verzichten können, um unsere Interessen und Werte zu wahren.“ Ein kraftvolles Europa sei kein Selbstzweck.

„Es dient der Selbstbehauptung der über viele Jahrhunderte gewachsenen Kultur, die uns verbindet.“ Zugleich wird in dem Konzept vor einem Auseinanderbrechen Europas gewarnt. „Die finanziellen, politischen und menschlichen Kosten von Nicht-Europa wären erdrückend“, heißt es. „Sie stünden in keinem Verhältnis zu den Anstrengungen, die uns Europa in der Krise abverlangt.“

Dabei habe kein Mitgliedsland mehr zu verlieren als Deutschland, das mit seiner Wirtschaftskraft und seiner geografischen Lage besonders auf die europäische Einigung angewiesen sei. „Wir alle würden unsere Zukunftsfähigkeit einbüßen, wenn wir den Irrweg der Renationalisierung einschlagen würden“, heißt es. „Die historische Chance, unsere Werte und Interessen mit gemeinsamer europäischer Stimme global zu behaupten, würden wir verstreichen lassen.“

Um in dieser Situation für Europa zu werben, richtete das Auswärtige Amt einen Lenkungsausschuss für die Europa-Kommunikation ein. Zudem will sich Westerwelle bei seinen Reisen besonders für das europäische Projekt einsetzen. Dies gelte vor allem für Besuche in Staaten, die besonders von der Krise betroffen seien oder die auf Distanz zur deutschen Europa-Politik gegangen seien. Daneben will das Auswärtige Amt seine Pressearbeit in den europäischen Partnerstaaten systematisch ausbauen.

Von

rtr

Kommentare (14)

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Thomas-Melber-Stuttgart

29.02.2012, 13:07 Uhr

Europa ging und geht auch ohne Euro. Besser sogar.

haunebu

29.02.2012, 13:09 Uhr

bitte die title ändern...'Europa-Skepsis'...soll 'EU-Skepsis' heissen...ich weiss nicht wie man 'skeptisch' gegen uber europa sein kann...wie geht das?..es ist ein kontinent..

und diesen man soll sein mund halten....der EU gehörrt in der müll..es ist undemokratisch und gefährlich..wie jeden superstaat..

tomy

29.02.2012, 14:31 Uhr

ja ja die fdp.

die sind eh bald weg von der regirung.

also was solls soll er doch noch ein wenig dumm daher reden

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