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28.05.2012

12:04 Uhr

Immer mehr Abgänge

CDU und FDP verlieren ihre Mitglieder

Immer weniger, immer älter - besonders den Regierungsparteien CDU/CSU und FDP laufen die Mitglieder scharenweise davon. Alarmiert sein muss in erster Linie die CDU. Denn die SPD setzt zum Überholmanöver an.

Fähnchen der Parteien CDU und FDP. dpa

Fähnchen der Parteien CDU und FDP.

BerlinDie Regierungsparteien CDU/CSU und FDP haben im letzten Jahr erneut überdurchschnittlich viele Mitglieder verloren. Im zweiten Jahr in Folge waren die Abgänge bei der CDU deutlich höher als bei den Sozialdemokraten. Dies geht aus einer Untersuchung des Parteienforschers Oskar Niedermayer von der FU Berlin über die Entwicklung der im Bundestag vertretenen Parteien hervor.

Danach sank die Zahl der CDU-Mitglieder im Jahr 2011 um 3,1 Prozent (2010: 3,0). Bei der SPD lagen die Netto-Verluste bei 2,5 Prozent (Vorjahr: 2,0).

Experten erwarten, dass die CDU wegen des vergleichsweise stärkeren Rückgangs noch in diesem Monat von der SPD bei den Mitgliedern überholt wird. Ende April dieses Jahres kam die CDU auf 484 397 Mitglieder, ganze 15 mehr als die SPD (484 382). Die CDU war 2008 an den Sozialdemokraten vorbeigezogen.

Zudem zeichnet sich ab, dass die Grünen in Kürze erstmals die FDP bei der Mitgliederzahl überrunden werden. Mit einem stattlichen Zuwachs von 11,5 Prozent (59 074) kamen die Grünen Ende 2011 den Freien Demokraten (Minus 7,9 Prozent auf 63 123 Mitglieder) bereits nahe. Inzwischen hat sich dieser Abstand weiter verringert. Die Grünen liegen derzeit bei 59 210 Mitgliedern. Die FDP wollte dagegen auf Anfrage keine aktuellen Zahlen nennen.

Bei den Linken betrug der Rückgang im Vorjahr 5,7 Prozent (69 458), während sich die CSU mit einem Minus von 2,1 Prozent (150 585) relativ stabil hielt. Die Aufsteigerpartei Die Piraten zählt inzwischen aktuell etwa 30 000 Mitglieder.

Die CDU musste 2011 laut der Studie, die sich auf Selbstauskünfte der Parteizentralen stützt, in allen Bundesländern Verluste hinnehmen. Die SPD verbuchte dagegen in den drei Stadtstaaten sowie in Mecklenburg-Vorpommern Zugewinne. In den Flächenländern waren die CDU-Abgänge besonders hoch in Schleswig-Holstein (-4,4 Prozent), NRW (-3,6) und Hessen (-3,4). Auch die FDP verlor Mitglieder in allen Ländern - zum Teil sogar zweistellig.

Kommentare (10)

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Schwarz-Gelbe-Bimbesrepublik-D

28.05.2012, 12:39 Uhr

Die ewig gestriegen der CDU/CSU/FDP finden keine Zustimmung mehr beim aufgeklärten Wähler.
Diese Parteien wählen doch nur noch demenzgreise Grufties und egoistische Besitzstandswahrer. Bald stirbt das „weil wir es schon immer so gemacht haben“ konservativ-christliche Stimmvieh aus, zum Wohle der Allgemeinheit.

Charly

28.05.2012, 13:10 Uhr

@Schwarz-Gelbe-Bimbesrepublik-D

je schneller dieses korrupte gesindel von der bildfläche verschwindet desto besser.

die gesellschaft muss zurück zur marktwirtschaft zu demokratie und rechtsstaatlichkeit finden.

weg mit der korruptionswirtschaft die man uns als marktwirtschaft verkaufen will und bei der nur die bonzen profitieren. zerstörung der korrupten EUdSSR die nichts anderes als verkappter sozialismus ist und nur den grosskotzerten nutzt.
weg mit einer korrupten justiz die einseitige urteile fällt.
staaten und behörden haben offen und neutral gegenüber allen bürgen zu sein. weg mit der korrupten politischen mafia.

RobertSchumansErben

28.05.2012, 13:53 Uhr

Der "aufgeklärten" Wähler gibt es leider immer noch genug, um die Republik und ihre "abhängig" Beschäftigten in der Riege der Leistungsträger, mit "Bimbes" bei Laune zu halten.

In dem Falle, trifft es eher solche mit Nehmerqualitäten, als den großzügigen Spendern, welche anderer Leids "Bimbes" vortrefflichst in "Geberquantität" verwalten.

Im Vergleich mit einem "Bandscheibenvorfall", sollte sich dies nicht bis zum Ableben fortsetzen dürfen. Wir wissen aber auch, die Parteien befinden sich geradezu in einem "dramatischen" Verfall.

Eine Empfehlung an die Troika der spd, anstatt zuwarten, agieren und die Wähler mit Taten aufhorchen lassen. Der Stimmen können sie sich dann nicht mehr erwehren. Nach der Wahl ist immer schon vor der Wahl, manche verstehen darunter permanenten Wahlk(r)ampf.

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