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09.01.2013

15:36 Uhr

In eigener Sache

„Problempeer“ oder Opfer der Medien?

VonTina Halberschmidt

Im Handelsblatt wurde Peer Steinbrück in der jüngsten Zeit stark kritisiert. Viele Leser empfinden das als Medien-„Bashing“ gegen den SPD-Kanzlerkandidaten. Sind Medien ungerecht oder wird Steinbrück zur Mitleidsfigur?

Wird SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zurecht kritisiert - oder ist er Opfer eines Medien-„Bashings“? dpa

Wird SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zurecht kritisiert - oder ist er Opfer eines Medien-„Bashings“?

DüsseldorfKanzlergehalt, Hilfen für die Wirtschaft, Bonn-Berlin-Umzug – in den vergangenen Tagen war Peer Steinbrück in den Medien so gut wie dauerpräsent. Anfangs wurde über die Auftritte und Aussagen des SPD-Kanzlerkandidaten im Netz viel geschmunzelt, bei Twitter nannte man Steinbrück sogar „Fettnäpfchensuchmaschine“.

Inzwischen werden aber auch Stimmen laut, die das angebliche „Steinbrück-Bashing“ der Medien kritisieren. Dabei wird auch das Handelsblatt, das am Mittwoch unter der Überschrift „Wie lange noch?“ mit einem Artikel über den Kanzlerkandidaten der SPD aufmachte, in die Mangel genommen.

Ist das ein Teil des allseits beliebten Shitstorms? Handelsblatt macht mit? So etwas...“, empört sich ein Nutzer auf der Facebook-Fanpage des Handelsblatt. Ein anderer sagt es noch krasser: „Wulff ist medial fast entsorgt, also los jetzt, (...) volle Breitseite. Es lebe die Schlagzeile, was sollen wir mit Inhalt. (…) Kurzum: Ihr widert mich an.“

Peer Steinbrück: Der Fettnäpfchen-Kandidat

Peer Steinbrück

Der Fettnäpfchen-Kandidat

Peer Steinbrück will Kanzler werden. Doch er lässt keinen Fettnapf aus.

Mathias Klein allerdings verteidigt die Handelsblatt-Berichterstattung: „Worüber soll das Handelsblatt denn schreiben, wenn nicht über solche erbärmlichen Verhaltensweisen und Aussagen eines Herrn Steinbrück? Ich bin auch Rot/Grün-Wähler, aber was sich ‚Mr. Stonebridge‘ da so alles geleistet hat in den letzten Wochen, ist unterste Schublade.“

Auch bei Twitter ist Steinbrücks Medienpräsenz Thema. So fragt @spd_stefan ironisch in die Runde: „Unbestätigten Berichten zu Folge soll Steinbrück heute Nacht schlafen. Wissen @spiegel_politik, @welt, @focusonline oder @handelsblatt mehr?“ Die Antwort kommt prompt: „Die ‚recherchieren‘ wahrscheinlich gerade, ob er mal im Schlaf Geld verdient hat.“

Ebenso ironisch äußert sich @robinhaseler: „Wichtige Meldung: Steinbrück laut Medienberichten schuld.“ Twitterer @eFlation empfindet die aktuelle Berichterstattung ebenfalls als „Bashing“ – und sogar als „Gefahr für die Demokratie“.

In der Handelsblatt-Online-Community verteidigt Nutzerin GerdaG den SPD-Kanzlerkandidaten: „Liebes Handelsblatt, ich bin seit 28 Jahren wahlberechtigt und habe noch nie SPD gewählt, aber ich muss den Mann jetzt doch mal in Schutz nehmen. Es ist viel heiße Luft, was vom Handelsblatt zum Thema Steinbrück kommt. Er kann's Ihnen nicht recht machen, egal was er tut“, schreibt die Leserin.

Andere scheint der Spaß aber noch nicht vergangen zu sein. Das Stichwort #Problempeer jedenfalls geistert bereits seit ein paar Tagen durch die Twitter-Welt...

Kommentare (53)

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thomasca

09.01.2013, 15:58 Uhr

Die Medien sind nicht professionell...
Wenn man den letzten Fall 'ThyssenKrupp'nimmt, da ist Steinbrück wirklich NICHTS vorzuwerfen, aber die Merkel-Truppe hat 2000 Unternehmen (auch nicht internationalen Unternehmen) den Erlass der Umlage BEWILLIGT... kein Wort im handelsblatt.
Solche Artikel braucht man nicht mehr zu lesen.

PincoPallino

09.01.2013, 15:59 Uhr

Cavaliere Berlusconi
Kavalier Peer

Die Zeit der Kavallerie ist definitiv vorbei.....
Wer rettet nun jetzt die(Minderjährige und Merkeljährige)Prinzessinen?
Langen leben (bitte aber nicht mehr politisch) der tote Kavaliere!

Jad

09.01.2013, 15:59 Uhr

Wenn wenigstens sachlich berichtet würde, aber es wird exakt SO berichtet, das aus jedem Fakt ein Aufreger fabriziert wird. Wird Steinbrück gefragt (!), ob das Kanzlergehalt zu gering ist und er stimmt zu (wie fast alle Kommentatoren auch), wird das so dargestellt, als habe er gierig mehr Kohle gefordert. Und das quer duch alle Medien, die sich alle verBILDisieren lassen. Da kann ich dann auch gleich das Original lesen.

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