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14.03.2011

21:33 Uhr

Prominente Teilnehmer: In Berlin bekamen die AKW-Gegner Unterstützung von zahlreichen Politikern. Quelle: dapd

Prominente Teilnehmer: In Berlin bekamen die AKW-Gegner Unterstützung von zahlreichen Politikern.

Hamburg/Berlin Bei Demos in Deutschland haben mehr als 110.000 Menschen den Atomausstieg gefordert.

Laut den Organisatoren haben mehr als 110.000 Menschen an den Demonstrationen teilgenommen. Insgesamt seien an rund 450 Orten Mahnwachen abgehalten worden, sagte Jochen Stay, Sprecher der Kampagne „ausgestrahlt“ und Initiator der Demonstrationen, am Abend in Hamburg.  

Stay und seine Mitstreiter hatten seit Samstag nach der Unfall- und Katastrophenserie in japanischen Atomkraftwerden im Internet zu den Protestaktionen aufgerufen. Sei seien selbst von der Resonanz überrascht worden, sagte Stay. „Das ist Protest 2.0.“

Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die Nutzung der Kernenergie, unter ihnen der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin sowie Linksfraktionschef Gregor Gysi, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und der DGB-Vorsitzende Michael Sommer.  

Auf Transparenten standen Forderungen wie „Solidarität mit Japan - Ausstieg jetzt“ oder „Harrisburg 1979 Tschernobyl 1986 Fukushima 2011 - Wann wird man je verstehen?“. Die Demonstranten riefen in Sprechhören „Abschalten“.  In den größeren Städten kamen meist mehrere 100 Menschen zu den Mahnwachen.

In Düsseldorf kritisierte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) Pläne der Bundesregierung als unzureichend, die längeren Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke für drei Monate auszusetzen. „Ich glaube, hier versucht man, Zeit zu schinden. Jetzt wären klare Entscheidungen nötig.“ Die ältesten Atommeiler müssten sofort abgeschaltet werden. Ähnlich äußerten sich auch andere Politiker von SPD und Grünen.  

Die Atomkraftgegner demonstrierten unter anderem vor den deutschen Kernkraftwerken, vor den Hauptsitzen und Informationszentren der Energiewirtschaft, vor Rathäusern und Parlamenten. Für den 26. März wurden weitere große Demonstrationen angekündigt, darunter in Großstädten wie Berlin, Hamburg und Köln.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

14.03.2011, 22:11 Uhr

Es gibt keine Sicherheit, weil wir nicht wissen!
Frau Merkel sagte gestern mehrfach: "Nach Allem, was wir wissen, ist die Sicherheit unserer Kernkraftwerke gegeben." Hier möchte ich Ihnen, Frau Merkel, entgegnen, dass uns genau aber das, was wir nicht wissen, solche Sorgen machen muss, dass wir uns eine solch Tot-bringende Technik nicht leisten können und wir Bürger auch nicht wollen. Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt und wollen sie ihnen heil übergeben!
http://faszinationmensch.wordpress.com/2011/03/13/kernkraftwerke-und-warum-es-ein-wiegen-in-sicherheit-nicht-geben-kann

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14.03.2011, 22:17 Uhr

"Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die Nutzung der Kernenergie" (Zitat HB, siehe oben) - Also ein kläglicher Haufen, den die Oppositions-Parteigrößen da (auch noch gemeinsam!) zusammengetrommel haben. Will mit denen keiner was zu tun haben, auch nicht in einer von vielen so wichtig erachteten Sache? Vielleicht haben die Polit-Clowns auch Angst gehabt, daß die Sache nach hinten losgehen könnte und sie selbst mit ausgebuht zu werden...

Account gelöscht!

15.03.2011, 11:09 Uhr

Neo-Bolschewisten:
Gysi, Roth, Gabriel ..... man betrachte deren stieren Blick! Die 3 Fratzen sind schlimmer wie jede Kernschmelze!

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