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09.09.2014

10:07 Uhr

In Grenzregion zu Polen

Merkel fordert mehr Polizei

Kurz vor der Landtagswahl in Brandenburg will Bundeskanzlerin Merkel mit mehr Polizei die Sicherheit in der Grenzregion zu Polen erhöhen. Mit einem härteren Vorgehen will die Brandenburger CDU die Kriminalität eindämmen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Sicherheit in der Grenzregion zu Polen erhöhen und fordert eine höhere Polizeipräsenz. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Sicherheit in der Grenzregion zu Polen erhöhen und fordert eine höhere Polizeipräsenz.

BerlinKurz vor der Landtagswahl in Brandenburg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein härteres Vorgehen gegen die Kriminalität in der Grenzregion zu Polen gefordert. In einem am Dienstag ausgestrahlten Interview mit dem Inforadio des RBB kritisierte sie, „dass die Polizeipräsenz insbesondere in den Grenzregionen in Brandenburg absolut nicht zureichend ist und wir hier sehr viel Kriminalität haben“.

Merkel verwies auf die Forderung der Brandenburger CDU, mit mehr Polizei in der Grenzregion die Sicherheit zu erhöhen. Auch die Anti-Euro-Partei AfD wirbt in Brandenburg mit der Forderung nach einer härteren Gangart gegen Grenzkriminalität um Wähler.

Den Aufstieg der AfD bezeichnete Merkel als „Problem aller Parteien“. Die Wähler dieser neuen Partei sorgten sich „zum Teil um Kriminalität, zum Teil um steigende Asylbewerberzahlen, und diese Themen müssen wir nicht nur ansprechen, sondern auch einer Lösung zuführen“.

Zudem kritisierte die Kanzlerin, dass Brandenburg in Bildungsstudien schlechter dastehe als andere Bundesländer. „Ich kann mir nicht vorstellen, da ich nun auch Brandenburgerin bin, dass die Brandenburger Kinder weniger begabt sind als die Kinder in Sachsen und Thüringen“, sagte die Kanzlerin.

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Mit Blick auf Thüringen, wo wie in Brandenburg am 14. September ein neuer Landtag gewählt wird, warnte Merkel vor einer Regierungsübernahme durch die Linkspartei. Sie finde es „bemerkenswert oder ein bisschen seltsam, wenn eine große Volkspartei wie die SPD jetzt auf die Idee kommt, dass sie einen linken Ministerpräsidenten unterstützen muss“, sagte Merkel. „Das würde ich mir als Volkspartei nicht antun.“

Thüringens SPD hat nicht ausgeschlossen, als Juniorpartner in einer Koalition mit der Linkspartei deren Spitzenkandidat Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Thüringen hat die geringste Arbeitslosigkeit aller neuen Bundesländer und ich kann mir nicht vorstellen, nach allem was ich von linken Regierungsbeteiligungen weiß, dass Thüringen diesen Erfolgskurs fortsetzen kann“, sagte Merkel.

Von

afp

Kommentare (12)

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Herr Peter Spiegel

09.09.2014, 10:24 Uhr

"Merkel fordert mehr Polizei."
Dann soll sie doch Polizei schicken oder für was ist Frau Merkel da?

Herr Rene Weiß

09.09.2014, 11:00 Uhr

In Brandenburg regieren die linken Parteien. Da auch Brandenburg nicht mehr Geld ausgeben darf, als es einnimmt, reicht es nicht für mehr Polizei, da die Philosophie des Geldausgebens eine andere ist. Man allimentiert lieber Handaufhalter.

Frau Margrit Steer

09.09.2014, 12:44 Uhr

Huch wie ulkig.
Merkel hat eine irre Angst vor der AfD. Das ist der Grund, dass sie jetzt plötzlich mehr Polizei fordert

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