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12.02.2014

08:17 Uhr

Integration

Niedriglöhne für ausländische Arbeitskräfte

Personen mit ausländischen Wurzeln arbeiten in Deutschland zu deutlich niedrigeren Löhnen als Deutsche – eigentlich nichts Neues, erschreckend wirken allerdings die konkreten Zahlen, die eine neue Untersuchung bringt.

Sie verdienen oft wenig – obwohl sie an entscheidenden Stellen im gesellschaftlichen System wie etwa der Pflege wirken: Arbeitskräfte aus Osteuropa. dpa

Sie verdienen oft wenig – obwohl sie an entscheidenden Stellen im gesellschaftlichen System wie etwa der Pflege wirken: Arbeitskräfte aus Osteuropa.

BerlinAusländische Erwerbstätige, vor allem aus den osteuropäischen EU-Mitgliedsländern, arbeiten in Deutschland häufig zu Niedriglöhnen. Das geht aus einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) für die Linke-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann hervor, die dem SWR vorliegt.

Von den Vollzeitbeschäftigten aus den zehn osteuropäischen EU-Staaten arbeitete demnach mehr als jeder Zweite (53 Prozent) im Dezember 2012 zu einem Lohn unterhalb der von der BA angesetzten Niedriglohnschwelle. Unter den südeuropäischen Zuwanderern aus Griechenland, Italien, Portugal oder Spanien arbeitete jeder Vierte (25,4 Prozent) zu einem Niedriglohn. Bei den Vollzeitbeschäftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit lag die Quote bei 19,7 Prozent. Als Niedriglohnbeschäftigter gilt, wer weniger als zwei Drittel des mittleren Verdienstes aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigen bekommt. Das sind aktuell 1.926 Euro brutto im Monat.

Zimmermann sprach von einem „Armutszeugnis für die Arbeitsmarktpolitik“. Nicht-Deutsche würden systematisch schlechter gestellt.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Euroaus

12.02.2014, 08:49 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Gast

12.02.2014, 09:40 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Baerbel

12.02.2014, 10:11 Uhr

Da kommen wir doch der Wahrheit über den Fachkräftemangel ein Stückchen näher .

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