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19.07.2011

13:09 Uhr

Integrationsbeauftragte

Böhmer kritisiert Sarrazin-Anfeindungen

Die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer fordert im Umgang mit Thilo Sarrazin Gespräche statt Aggression. Bei einem vom ZDF organisierten Besuch in Kreuzberg und Neukölln waren Sarrazin Anfeindungen entgegengeschlagen.

Thilo Sarrazin bei einer Podiumsdiskussion beim 5. Demografie-Kongresses. Quelle: dpa

Thilo Sarrazin bei einer Podiumsdiskussion beim 5. Demografie-Kongresses.

BerlinNach den Anfeindungen gegen den früheren Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin in Berlin-Kreuzberg haben Politiker die Intoleranz kritisiert. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), forderte Gespräche statt Aggression. „Unsere Demokratie lebt von Grundwerten wie Toleranz und der friedlichen Auseinandersetzung mit Andersdenkenden“, sagte Böhmer der „Bild“-Zeitung (Dienstag).

Ein vom ZDF organisierter Besuch auf einem Markt in Neukölln und in einem Kreuzberger Restaurant hatte vor einer Woche zu aggressiven Reaktionen von Menschen auf der Straße geführt. Im Restaurant wurde Sarrazin nicht bedient.

Böhmer betonte, es sei der falsche Weg, sich der Diskussion zu verweigern. „Nur im gegenseitigen Austausch, notfalls auch im Streit, lassen sich Hürden überwinden und Vorurteile abbauen.“ Der türkischstämmige FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören sagte: „Diese Art von Anfeindungen gegen Thilo Sarrazin sind nicht in Ordnung und wenig zielführend. Ich hätte mir gewünscht, die Leute hätten den Dialog mit ihm gesucht.“

Der Deutsche Kulturrat und Politiker von SPD und Grünen hatten Sarrazin und dem ZDF hingegen vorgeworfen, ein von Kameras begleiteter Spaziergang durch Kreuzberg sei eine Provokation. Der Eklat sei bewusst herbeigeführt worden.

Von

dpa

Kommentare (9)

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emden09

19.07.2011, 15:33 Uhr

Wer wie SSarrazin Intoleranz predigt sollte diese m.E. auch ernten. Toleranz beruht auf Gegenseitigkeit. Wer Intoleranz, wie SSarrazin sie predigt toleriert fördert damit die Intoleranz nicht die Toleranz.

Account gelöscht!

19.07.2011, 16:01 Uhr

Mehmet Özkan (41) in die Kamera: Er ist der Mann, der Thilo Sarrazin (66, SPD) aus dem Berliner Kult-Restaurant „Hasir“ warf.
Hier bringt die BILD keine Kommentare, Feigheit!
Mein lieber Mehmet, endlich mal ein Mann mit Courage, auf Dich muss
man Stolz sein. Da sollten sich die deutschen eine „Scheibe abschneiden“ - weiter so!
Es müssten nur mehr Menschen geben die solchen Menschen zeigen wo sie hingehören,
in die Gosse!

WFriedrich

19.07.2011, 17:25 Uhr

Zitat: "SPD und Grünen hatten Sarrazin und dem ZDF hingegen vorgeworfen, ein von Kameras begleiteter Spaziergang durch Kreuzberg sei eine Provokation".

Es gibt inzwischen in zahlreichen Großstädten Stadtviertel, deren Betreten der linksextreme Teil der SPD und die Özdemir-Aktivisten als Provokation empfinden könnten. Wir müssen auf der Hut sein, das im eigenen Lande kein still geduldetes Regelwerk entsteht, das fatal an die Benesch-Dekrete erinnert.

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