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26.11.2014

13:20 Uhr

Interne Querelen

AfD sinkt in der Wählergunst

Seit September hat die AfD im Umfragen stark abgebaut: Die Zustimmung der Wähler sank von neun auf sechs Prozent – einen Prozentpunkt verlor die Partei allein in dieser Woche. Leichte Zugewinne gibt es für SPD und Linke.

Unterstützung erhält AfD-Chef Bernd Lucke (l.) von Partei-Vize Hans-Olaf Henkel. Reuters

Unterstützung erhält AfD-Chef Bernd Lucke (l.) von Partei-Vize Hans-Olaf Henkel.

BerlinInmitten interner Führungskämpfe sinkt die Alternative für Deutschland (AfD) in der Wählergunst. In dem am Mittwoch veröffentlichten „Stern“-RTL-Wahltrend verlor die Anti-Euro-Partei diese Woche einen Prozentpunkt auf sechs Prozent. Im September hatte die AfD noch bei rund neun Prozent gelegen.

Die Mitglieder des Bundesvorstandes der AfD hatten eine öffentliche Debatte über die dominierende Rolle von Bernd Lucke in der Partei geführt. Lucke leitet die 2013 gegründete Partei gemeinsam mit Frauke Petry und Konrad Adam. Er will, dass die Mitglieder beim nächsten Parteitag beschließen, dass es künftig nur noch einen Parteivorsitzenden geben soll.

Dagegen machen Parteikollegen mobil, unter anderem Alexander Gauland, der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag. Unterstützung erhielt Lucke von Partei-Vize Hans-Olaf Henkel. Er sagte dem Sender N24: „Wenn wir drei Bundestrainer für die Nationalmannschaft hätten, dann wären wir auch nicht Weltmeister geworden.“

Die SPD konnte sich in der neuen Umfrage um einen Punkt auf 23 Prozent verbessern, die Linke legte ebenfalls einen Punkt zu und erreichte zehn Prozent. Die Union blieb unverändert bei 42 Prozent, die Grünen erreichten wie in der Vorwoche zehn Prozent. Die FDP kam nur noch auf zwei Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen betrug 29 Prozent. Das Forsa-Institut befragte für die Erhebung in der vergangenen Woche 2501 Bundesbürger.

Von

dpa

Kommentare (16)

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Herr Helmut Paulsen

26.11.2014, 13:49 Uhr

Herr Lucke ist mir zu eingebunden in der EU-Cameron-Fraktion, hat er einen Maulkorb unterschrieben ? Und die AfD ist im Hamburg KEINE Pseudo-FDP, Herr Henkel.

Bitte mehr Alltags-Opposition mit klaren Aussagen. Herr Gauland und Frau Perie haben in Ansätzen recht.

Der Bürger will wissen, was die AfD anders will als die Blockparteien. Also bitte mehr Mut zur klaren Aussage, Herr Lucke, Herr Henkel.

Herr Marcel Europaeer

26.11.2014, 15:51 Uhr

Persönlich hoffe ich, dieser aktuelle Trend hält an.

Dieser muffige Konservativismus ist mir suspekt. Angst vor dem Euro, Angst vor Einwanderung, Angst vor Erneuerbaren Energien, Angst vor Schwulen, Angst vor Menschen ohne deutschem Pass, Angst vor dem Islam, Angst vor der Zukunft in den vereinigten Staaten von Europa, …….

Komm, geh mir weg mit solchen Politikern, die nicht zumindest versuchen, Probleme zu lösen, sondern ihre Aufgabe darin sehen, Ängste zu schüren, um ein paar Wählerstimmen abzugreifen.

Account gelöscht!

26.11.2014, 15:55 Uhr

Da sollen sich die Provinzgrößen, die nur dank Lucke ihr Haupt erheben können, doch stärker zurückhalten.

Sie sind nicht wegen sondern zumeist trotz ihrer eigenartigen Persönlichkeit in Positionen gerutscht, die ihnen offenbar schon jetzt zu groß scheinen.

Ohne Lucke wird kaum dieses und schon gar nicht nächstes Jahr zu überstehen sein.
Die AfD wäre ohne ihn marginalisiert.

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