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29.12.2014

10:58 Uhr

Internet-Aktion

Mehr als 200.000 unterzeichnen #NoPegida

Unter dem Motto „Für ein buntes Deutschland“ sammelt ein Hannoveraner Unterschriften gegen das islamfeindliche Pegida-Bündnis. Bislang haben mehr als 200.000 Menschen unterzeichnet. Das Ziel liegt aber viel höher.

Die Internetseite der Aktion: Am 28. Dezember hatten über 170.000 Personen unterschrieben. Screenshot/change.org

Die Internetseite der Aktion: Am 28. Dezember hatten über 170.000 Personen unterschrieben.

HannoverMehr als 200.000 Menschen haben sich bis zum Montagvormittag an einer Internet-Unterschriftenaktion gegen das islamfeindliche Pegida-Bündnis beteiligt. Unter dem Motto „Für ein buntes Deutschland“ sammelt der Organisator der Aktion, Karl Lempert aus Hannover, auf der Plattform „change.org“ seit dem 23. Dezember Unterschriften. Sein Ziel: eine Million Unterstützer.

Das Bündnis „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) organisiert seit Wochen Demonstrationen, bei denen Redner Angst vor einer angeblichen Überfremdung Deutschlands zum Ausdruck bringen. In Dresden, wo die Bewegung entstand, waren es zuletzt etwa 17.500 Teilnehmer.

Zur gleichen Zeit gingen allerdings bundesweit mehr als 20.000 Menschen auf die Straße, um für Toleranz und Weltoffenheit zu demonstrierten. An diesem Montag (29.12.) ist in Dresden keine Pegida-Demonstration geplant. Das nächste Mal wollen sich die Anhänger der Anti-Islam-Bewegung im Januar versammeln.

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Von

dpa

Kommentare (39)

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Herr Holger Narrog

29.12.2014, 07:58 Uhr

Es ist eher erstaunlich wie wenig Menschen trotz des Drucks aller Systemmedien den Aufruf unterzeichnet haben.

Man könnte analog der DDR in Betrieben, Schulen und Behörden Abteilungen motivieren diese Erklärung kollektiv zu unterzeichnen.


Herr Johnathan Drake

29.12.2014, 07:59 Uhr

Habe da eben 3x aus Spassmit XXXX jskaKÖSl adadöö#@web.de unterzeichnet, obwohl ich das Ansinnen ablehne.

2 mal. Da sieht man, wie gefaked das ist. Wers nicht glaubt, probkere es selber aus.

Herr Tobias Wahrsager

29.12.2014, 08:10 Uhr

Die Unterzeichner malen Feindbilder an die Wand, die es gar nicht gibt. Auch die meisten Pegida-Anhänger dürften gegen türkisch geprägte Stadtviertel, die friedliche! und ohne! Druck versuchte Werbung für den Islam, und auch ein anderes Familienbild muslimischer Menschen nichts haben. Schwierig wird es allerdings, wenn Muslime Parallelpolizei aufstellen, und wenn sie -wie selbst hochrangige türkische Politiker- in der Aggressivität ihres Auftretens wenig Grenzen kennen. Da kommt bei vielen Deutschen schon die Furcht hoch, dass sie bei einen Muslimanteil von 20-30 Prozent in drei oder vier Jahrzehnten im eigenen Land nichts mehr zu melden haben könnten. Im übrigen sind viele Muslime aus Israelfeindlichkeit für Holocaustverharmlosung
und Neonaziinstinkte durchaus zu haben. Schwer wiegt auch, dass die deutsche Wirtschaft neue Stellen bevorzugt mit Menschen aus dem EU-Ausland besetzt. Und zwar nicht deshalb, weil unter 6 Millionen deutschen Arbeitslosen und Unterbeschäftigten nicht genügend qualifizierte
Personen zur Verfügung stünden, sondern deshalb, weil sie den Druck im Kessel erhalten und eine Entspannung am deutschen Arbeitsmarkt verhindern will. Nur wo ein Millionenheer an Arbeitslosen bestehen bleibt, kann man die Leute weiter eingeschüchtert und willfähig halten. Auch dies schafft Wut, die Pegida teilweise zu Gute kommt. So human und uneigennützig ist Industrieverbandschef Grillo nämlich nicht, wenn er sich gegen Pegida ausspricht. Er hat schon Angst bei einem durch weniger Jobzuwanderung erkennbar aufgehellten deutschen Arbeitsmarkt die Beschäftigten nicht mehr so gängeln zu können.

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