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16.06.2013

18:38 Uhr

Internet-Flatrates

Rösler will Telekom zur Netzneutralität zwingen

Die Bundesregierung will die Deutsche Telekom zwingen, eigene und fremde Inhalte bei der Übertragung im Internet gleich zu behandeln. Wirtschaftsminister Philipp Rösler plant eine entsprechende Verordnung.

Überdimensionales Netzwerkkabel auf der Computermesse CeBIT: Die Regierung will die Telekom zur Netzneutralität zwingen. dpa

Überdimensionales Netzwerkkabel auf der Computermesse CeBIT: Die Regierung will die Telekom zur Netzneutralität zwingen.

FrankfurtNetzbetreiber wie die Deutsche Telekom sollen weder eigene Inhalte noch die von anderen Anbietern – letztere etwa gegen Bezahlung – bevorzugt übermitteln. Eine entsprechende Verordnung arbeitet derzeit das Bundeswirtschaftsministerium aus. Wie die Behörde am Sonntag mitteilte, soll damit Netz-Neutralität sichergestellt werden. Bei Verstößen werde die Bundesnetzagentur einschreiten. Das Ministerium bestätigte damit einen Vorabbericht des „Spiegel“.

Dem Magazin zufolge würde die Verordnung, mit der sich das Bundeskabinett noch in dieser Legislaturperiode befassen soll, unter anderem die Telekom treffen: Der Dax-Konzern habe geplant, eigene Angebote wie den Videodienst Entertain von seiner umstrittenen Geschwindigkeitsdrosselung bei Internet-Flatrates auszunehmen. Die Telekom wollte sich dazu nicht konkret äußern. „Wir kennen den Entwurf nicht, verfolgen das Ganze aber mit großem Interesse“, sagte ein Sprecher dem „Spiegel“.

Für ihr Vorhaben, bei Überschreitung bestimmter Datenmengen die Internet-Übertragungsgeschwindigkeit des betreffenden Nutzers zu drosseln, war die Telekom heftig kritisiert worden. Nun ruderte der Konzern zurück, die Drosselung soll weniger drastisch ausfallen als zunächst geplant.

Von

rtr

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

16.06.2013, 19:56 Uhr

Da greift der Vertreter einer Partei, die sich liberal nennt, in die Unternehmenspolitik privater Unternehmen ein und versucht u.a deren Vertragsfreiheit zu beschneiden. Billigster Populismus ist das. Wie tief kann die FDP noch sinken?

Account gelöscht!

16.06.2013, 20:04 Uhr

Von Schauspieler Rößler ist nichts zu erwarten. Als Interessenvertreter allein der Wirtschaft und der Besserverdienenden wird sich das Vorhaben wie gewohnt in heisse Luft auflösen.

Die meisten EU-Staaten sind uns betreffs Internet um Welten voraus und damit für die Zukunft gerüstet.

Bei uns ist das alleinige Ziel, den Konzernen maximale Gewinne zu Lasten der Verbraucher zu bescheren. Siehe LTE usw.

www.geteilt,de

Country_Air

16.06.2013, 20:41 Uhr

Ganz einfach: Die Piraten sitzen der FDP im Genick. Es ist jetzt Wahlkampf.

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