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07.07.2011

12:34 Uhr

Interview

Steinbrück hat das "Rampensau-Gen"

ExklusivIst Peer Steinbrück ein guter SPD-Kanzlerkandidat? Der Unternehmer und Parteiinsider Harald Christ erklärt, warum der Ex-Finanzminister bei den Wählern beliebter ist als in der SPD - und wo seine Schwachstellen liegen.

"Einer der profiliertesten und erfahrendsten Politiker, die die SPD hat": Peer Steinbrück. Quelle: dapd

"Einer der profiliertesten und erfahrendsten Politiker, die die SPD hat": Peer Steinbrück.

BerlinHarald Christ ist Unternehmer und Multimillionär. 2009 wurde er zur Bundestagswahl als Wirtschaftsminister in Frank-Walter Steinmeiers Schattenkabinett bekannt. Er kann die Partei aus der Binnenperspektive beurteilen, bezeichnet sich aber dennoch als „SPD-Mitglied mit neutralem Blick“.  

Handelsblatt: Herr Christ, ist Peer Steinbrück ein geeigneter SPD-Kanzlerkandidat?

Die SPD hat einige geeignete Kandidaten. Peer Steinbrück ist einer davon.

Denken Sie noch an SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier?

Natürlich. Steinmeier ist ein analytischer, sympathischer und seriöser Politiker, der abwägt, was er sagt. Er strahlt Sicherheit, Ruhe und Verlässlichkeit aus. Streinbrück hingegen hat – und das sage ich im positivsten Sinne – ein Rampensau-Gen. Das begeistert und entflammt die Menschen. Ihm wiederum fehlt das Quentchen Zurückhaltung. Man denke nur an die Steuerstreit mit der Schweiz.

Und in welchem Punkt wäre Steinbrück besser als alle Konkurrenten?

Er ist in der Bevölkerung sehr beliebt – teilweise sogar beliebter als in der eigenen Partei. Aber auch das ist eine typische sozialdemokratische Eigenschaft, dass jene, die eine klare Sprache sprechen, in der SPD nicht gut gelitten sind. Letztlich muss die SPD die Breite der Bevölkerung ansprechen, von Links bis zur Mitte.

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Was zeichnet Peer Steinbrück aus?

Er ist einer der profiliertesten und erfahrendsten Politiker, die die SPD hat. Er war nicht nur Finanzminister in Schleswig-Holstein, er war Minister und Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen und auch in einer für Deutschland sehr herausfordernden Zeit Bundesfinanzminister. Besonders da war für die Menschen sichtbar, dass er eine hervorragende, politisch-pragmatische Arbeit abgeliefert hat. Das hat ihm auch große Anerkennung beim Koalitionspartner eingebracht. Menschlich ist er integer, spricht eine klare Sprache, adressiert die Probleme und ist eine gradlinige Politiker-Persönlichkeit. Er hat auch Witz und seine Reden sind sehr authentisch.

Kommentare (1)

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Gaunerauspeitscher

07.07.2011, 13:46 Uhr

Das Rampensau gen braucht man auch gegen die Billionenbetrüger, Banker, Spekulanten Hegefondsgauner
und die Steuerbetrügermafia.
Da hilft nur Klartext!
Sxchäuble dagegen ist en Waschlappen, siehe Steuerhinterziehe Schweiz, geld ja aber keine Namen

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