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03.09.2012

05:00 Uhr

Investitionen bis 2030

Ostdeutschland braucht 1.000 Milliarden Euro

VonThomas Sigmund

ExklusivThüringens Wirtschaftsminister fordert neue Gelder für den strukturschwachen Osten Deutschlands. Für eine Angleichung der Wirtschaftskraft ist laut einer Studie eine Investitionssumme von 1.000 Milliarden Euro nötig.

Der Wirtschaftsminister von Thüringen, Matthias Machnig (SPD). dapd

Der Wirtschaftsminister von Thüringen, Matthias Machnig (SPD).

BerlinThüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) hat eine „Strategie 2030“ für Ostdeutschland gefordert. „Zwei Jahrzehnte Aufbau Ost haben sich gelohnt. Trotzdem ist es offensichtlich, dass sich der Aufholprozess bis zu einem gewissen Grad erschöpft hat“, sagte Machnig dem Handelsblatt (Montagausgabe). Auch die Bundesregierung müsse deshalb Ostdeutschland wieder entdecken, forderte Machnig.

Machnig stützt sich auf ein Gutachten der Unternehmensberatung Roland Berger mit dem Titel „Zukunft Ost“. Die Autoren kommen darin zum Ergebnis, dass eine Angleichung der Wirtschaftskraft möglich ist, wenn „politischer Wille und ausreichend Mittel verfügbar seien.

„Um das Ziel zu erreichen, die Kapitallücke zum Westen zu schließen, sind bis 2030 Investitionen von über 1.000 Milliarden Euro in den neuen Ländern nötig“, heißt es in dem Konzept. Der Osten sollte nicht zögern beim Bund und den Westländern Unterstützung für strukturschwache Regionen einzufordern. „Die Investition kommt letztendlich auch den Geberländern im Finanzausgleich zu Gute“.

Martin Wittig, Chef von Roland Berger, forderte wie Machnig eine gemeinsame Anstrengung aller Länder: „Dann ist es realistisch, dass der Aufholprozess im Jahr 2030 abgeschlossen werden kann“. Der Osten brauche zudem eine konkreter definierte Industriepolitik und müsse alle Kräfte bündeln, gleich ob es um Forschung oder Fachkräftesicherung gehe, sagte Wittig.

Kommentare (71)

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khunchinese

03.09.2012, 05:04 Uhr

Es ist wichtiger unsere eigenen Landleute zu fördern als diese maroden Südstaaten. Ganze Landstriche veröden bei uns und wir vergeben Kredite an Staaten, die es nicht zurückzahlen werden.

Kofinas

03.09.2012, 05:26 Uhr

Nicht nur Europa hat ein Griechenland, Deutschland hat auch ein' s.

Account gelöscht!

03.09.2012, 05:50 Uhr

Die Bundeslandförderung ist genauso schwachsinnig wie eine Landesförderung. Die ganzen Fördergelder versinken immer nur bei ein paar wenigen "Investoren" und der Rest hat nix davon. Staatliche Fördergelder sind fast immer unnütz, also was soll das?

Von DEM Osten zu sprechen verbietet sich im übrigen auch, da gibt es Standorte, die zum Teil besser dastehen als einige West-Standorte, was soll bloß dieser Blödsinn mit Ost/West?

Ausserdem muß auch nicht jede Region "aufschliessen", die Eifel hat auch keine Industrie und dort lebt man trotzdem sehr gut.

Diese verdammte GLEICHMACHEREI ist ein Hirngespinnst!
Die Regionen sind nicht gleich, und werden es auch nie sein. Hat man denn aus 20 Jahren EU-Fördertöpfen gar nichts gelernt????

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