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05.03.2011

14:18 Uhr

Islamdebatte

Union entfacht Streit um Islam neu

Die Debatte um die Rolle des Islam in Deutschland gewinnt an Fahrt. Während Bundespräsident Christian Wulff bekräftigte, dass der Islam zu Deutschland gehöre, setzten sich Unionspolitiker von seiner Einschätzung ab.

Christian Wulff begrüßt eine Studentin in Katar. Der Bundespräsident steht zu seiner Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland. Quelle: dpa

Christian Wulff begrüßt eine Studentin in Katar. Der Bundespräsident steht zu seiner Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland.

Berlin/DohaGehört der Islam zu Deutschland? Darüber diskutieren derzeit wieder heftig die Politiker. Selbst innerhalb der Union gibt es unterschiedliche Meinungen. Dagegen ist für den Bundespräsidenten nach wie vor klar, dass er Islam Teil von Deutschland ist.

Bundespräsident Christian Wulff hat seinen umstrittenen Satz über die Integration der Muslime in Deutschland wiederholt. „Der Islam ist ein Teil von Deutschland“, sagte er in einem am Montag (28. Februar) aufgezeichneten Interview des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira, das am Samstag ausgestrahlt wurde. Unterdessen streiten nicht nur Opposition und Regierung über die Rolle des Islams. Auch innerhalb der Union driften Meinungen auseinander.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) unterstützte den neuen Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), für den der Islam aus historischer Sicht nicht zu Deutschland gehört. Zwar gehörten die Muslime zu Deutschland, sagte Kauder der „Passauer Neuen Presse“.

Aber: „Der Islam hat unsere Gesellschaft nicht geprägt und prägt sie auch heute nicht. Der Islam gehört damit nicht zu Deutschland.“ Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses des Auswärtigen, Ruprecht Polenz (CDU), verteidigte hingegen Wulffs Aussage.

„Es passt nicht, wenn man sagt, eine Weltreligion gehöre nicht zu Deutschland“, sagte Polenz der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Andernfalls müssten vier Millionen Muslime das Gefühl haben, ihre Religion sei nicht offiziell anerkannt. Nach dem Grundgesetz bestehe aber eine wohlwollende Neutralität des Staats zu den Religionen.

Wulff habe mit seiner richtigen Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland, auch keineswegs behauptet, der Islam habe das Land ähnlich stark geprägt wie das Christentum.

Kommentare (6)

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Wolfgang

05.03.2011, 17:05 Uhr

Deutschland hat seine Wurzeln im Christentum und nicht im Islam, da haben Friedrich und Kauder völlig recht. Auch die Mehrheit der Bevölkerung sieht das so, auch wenn es den linken und blinden Genossen nicht gefällt.

Account gelöscht!

05.03.2011, 17:49 Uhr

Höchste Zeit, daß wir Deutschen uns öffetnlich, offen, eindeutig und rückhaltlos zu unserem Deutschtum offen auch politisch bekennen, daß wir den Islam gar nicht nötig haben!

Amidala

05.03.2011, 23:12 Uhr

Ich kann es kaum fassen diese Kommentare zu lesen!
Wer macht denn die Drecksarbeit wofür wir uns zu fein sind? Wer macht das und beschwert sich nicht einmal wegen der schlechten Bezahlung?
Genau die Migranten. Egal ob hier geboren oder eingewandert. In kaum einem anderen Land hängt der Bildungsabschluss so sehr von dem Bildungsabschluss der Eltern ab wie in Deutschland. Wir wollen doch gar nicht das sich die Muslime intergrieren. Wir brauchen die nur damit jemand die Drecksarbeit macht! Deswegen sollen die auch nicht mehr wie einen Hauptschulabschluss machen. Dumm sollen sie bleiben und ihre Kultur nur in ihrem Stadtteilen ausleben. So denkt ihr doch!
Ihr denkt genau so wie damals mit einer anderen Religion!
Angst habt ihr vor dem Islam, so eine Angst!
Wie viele Deutsche sind durch den Islam ums leben gekommen? Mmm?
Es sterben jährlich mehr Deutsche durch Alkohol. Habt ihr jetzt auch Angst vor Alkohol?
Wenn ihr den Islam nicht als Teil von Deutschland anerkennt dann erkennt ihr auch die Menschen nicht an und deren Glauben!
Geht ins Ausland. Lebt mal als Minderheit in einem Staat, wo das Christentum eine Mindereit ist. Ich bin gespannt auch eure Meinung, wenn ihr so einen Äußerung von dem Innenminister hört!

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