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27.03.2012

14:41 Uhr

Islamistischer Terror

In Deutschland sollen 130 potenzielle Attentäter leben

Innenminister Friedrich sieht im islamistischen Terror weiter eine große Gefahr für Deutschland: In der Bundesrepublik lebten 130 Islamisten, denen Sicherheitsbehörden zutrauten, jederzeit einen Anschlag zu verüben.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) warnt weiter vor islamistischen Terroristen. dpa

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) warnt weiter vor islamistischen Terroristen.

BerlinIslamistische Terroristen bleiben nach Einschätzung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eine große Gefahr für Deutschland. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Anschlagsplanungen zurückgefahren oder aufgegeben worden seien, sagte Friedrich am Dienstag in Berlin. „Wir haben in Deutschland gegenwärtig 130 Gefährder.“ Das seien Islamisten, denen die Sicherheitsbehörden zutrauen, jederzeit einen Anschlag zu verüben.

Klar sei aber auch, dass die Mehrheit der Muslime in Deutschland Terrorismus scharf ablehne, sagte Friedrich. Relativ neu sei das Bestreben von Islamisten, Anschläge in westlichen Staaten eigenständig und ohne Anbindung an bestimmte Gruppen wie Al-Kaida zu verüben. Das mache die Sache gefährlich und für die Sicherheitsbehörden besonders schwierig.

„Wir alle sind dieser Bedrohung ausgesetzt“, sagte Friedrich bei einer Tagung. „Die Trennung verläuft nicht zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, sondern zwischen friedlichen Bürgern und Kriminellen, die den Islam, die Religion missbrauchen, um unseren Staat und seine Bürger anzugreifen.“ Um Radikalisierungen von jungen Muslimen entgegenzuwirken, gründete der Minister 2011 eine sogenannte Sicherheitspartnerschaft zwischen Muslimen und Sicherheitsbehörden.

Laut Friedrich gibt es in Deutschland eine zunehmende Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor allem über islamistische Propaganda im Internet. Der Minister verwies auf den jungen Islamisten, der am 2. März 2011 am Frankfurter Flughafen auf US-Soldaten schoss und zwei von ihnen tödlich verletzte. Der Täter war von Propaganda im Netz beeinflusst worden. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sagte, dass gerade die eigene Erfahrung von Diskriminierung, Ausgrenzung und Islamfeindlichkeit dazu führen könne, dass sich Menschen ihrerseits radikalisierten. „Das beste Programm, sich vor muslimischen Fanatikern zu schützen, wäre, die Muslime hier in ihren Rechten und Pflichten zu stärken und sie strukturell gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen“, sagte er.

Mazyek mahnte zudem, klar zu unterscheiden zwischen religiösem Extremismus und dem Islam. Die Menschen, die sich radikalisierten, stünden sehr oft auch außerhalb der muslimischen Gemeinschaften.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Wolf54321

27.03.2012, 15:04 Uhr

Wenn man sie kennt, warum laufen sie dann hier frei herum? Hat man von dem "NSU"-Dilemma nichts gelernt?

Zum Bundestaqiyyameister, der ist wieder ganz in seinem Element und schwadroniert seine stereotypen Wiederholungen "Islam ist Frieden"(Überall) und Islam hat nichts mit dem Islam zutun herunter. Was sagt unser Präsident Erdogan dazu?

"„Es gibt keinen Islam und Islamismus. Es gibt nur einen Islam. Wer etwas anderes sagt, beleidigt den Islam“. Erdogan 2008

Der Zentralrat der Moslems beleidigt den Islam?

Selberdenker

27.03.2012, 15:09 Uhr

„Das beste Programm, sich vor muslimischen Fanatikern zu schützen, wäre, die Muslime hier in ihren Rechten und Pflichten zu stärken und sie strukturell gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen“
Aha. Typisch südländisch passiv formuliert, am Scheitern der Intergation sind immer noch die anderen Schuld und nie man selber. Warum kenn ich nur integrierte Vietnamese, Chinesen, Inder, Russen? Und z.B. keine radikalen Buddhisten oder Hindus? Das Problem ist eben doch die Religion. Das heilige Buch des Islam ist geschrieben worden, um ein Hirtenvolk für einen Krieg zu vereinen, und fordert dazu auf, Anders - und Ungläubige entweder zu töten, mindestens aber erheblich zu unterdrücken. Der Attentäter war einfach nur ein wortwörtlich korantreuer Moslem, aber das traut sich keiner in Öffentlichkeit zu sagen.

Account gelöscht!

27.03.2012, 15:41 Uhr

Erstens dürften es weitaus mehr sein. Denn die Mehrheit der türkischen und islamischen Zuwanderer sind gegen uns und unsre westlichen freiheitlichen Wert, wie vor kurzem eine Umfrage ergab.
Und zweitens, wenn die angeblichen Feinde bekannt sind, warum werden sie dann hier mit Sozialhilfe gehätschelt anstatt dass man sie ausweist?
Weil es mal wieder die geliebten Multi-Kulti-Leute also Moslems sind?
Was für armselige Politiker haben wir,m oder werden sie tatsächlich schon von Erdogan bezahlt?

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