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07.05.2013

11:59 Uhr

IW-Analyse

Wie die Euro-Krise die Polit-Talkshows dominiert

Trotz der Inflation an Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen stellt sich laut einer Untersuchung kein Sättigungseffekt ein. Das liegt auch an der Euro-Krise. Das Thema zieht viele Zuschauer vor den Bildschirm.

Die Talks von „Maybrit Illner“ haben am häufigsten Wirtschaftsthemen behandelt. Svea PietschmannZDF und Svea Pietschmann

Die Talks von „Maybrit Illner“ haben am häufigsten Wirtschaftsthemen behandelt.

BerlinWirtschaftsthemen spielen im deutschen Fernsehen eine herausragende Rolle. Das geht aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Von den insgesamt 181 Sendungen der fünf zuschauerstärksten Talkshows „Günther Jauch“, „Hart, aber fair“, „Menschen bei Maischberger“, „Anne Will“ (alle ARD) und „Maybrit Illner (ZDF) wurden demnach im Jahr 2012 insgesamt 81 Themen der Wirtschaft und Sozialpolitik behandelt.

In 16 Sendungen ging es dabei um die Euro-Rettung und die europäischen Krisenländer, ebenfalls 16-mal wurde über Steuern, Verteilung und soziale Gerechtigkeit diskutiert. Ein weiteres brisantes Thema war die Affäre Christian Wulff mit insgesamt 13 Sendungen.

Zwar spielten laut den IW-Experten Wirtschaftsthemen im vergangenen Jahr eine große TV-Rolle, trotzdem habe es „große Unterschiede“ gegeben. Die Talks von „Maybrit Illner“ hätten sich demnach am häufigsten um die Wirtschaft gedreht – nämlich gut 82 Prozent der Sendungen. Bei „Günther Jauch“ seien es rund 59 Prozent und bei „Hart aber fair“ knapp 46 Prozent gewesen. Den geringsten Wirtschaftsanteil hatte laut IW „Menschen bei Maischberger“ mit gut 28 Prozent.

Dass der Bedarf der Öffentlichkeit, Meinungen und Einschätzungen zu aktuellen Themen zu erhalten, groß ist,  zeigt auch ein Blick auf Themen, die aktuell im Fokus stehen. „Der Fall des Uli Hoeneß – vom Saubermann zum Steuersünder?“ war das Thema bei „Günther Jauch“ am 21. April in der ARD. Die Sendung lockte 6,7 Millionen Menschen vor die Bildschirme und bescherte der Talkshow die höchste Zuschauerzahl seit ihrem Bestehen.

Kommentare (22)

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DausHH

07.05.2013, 12:14 Uhr

talk-shows zur euro-krise in ard/zdf? kannst vergessen - alles wahlkampfgeschnatter.
auf phönix, spät abends, haben die talk-runden zu dem thema mehr substanz.

Account gelöscht!

07.05.2013, 12:16 Uhr

Ich schau mir diese dämlichen GEZ-Talk-Shows nicht mehr an und will dafür auch nicht bezahlen müssen !!

zumderk

07.05.2013, 12:30 Uhr

Ich habe mir einige Shows angesehen. Das traurige Ergebnis war immer: Die Vertreter der Altparteien laberten immer den gleichen Sülz. Immer das Alte. Immer die überholten Argumente. Dass das Grundübel für alle negativen Bereiche, auch in Deutschland, der aufdiktierte Euro ist, hörte man nur von den Vertretern der AfD. Diese haben zumindest erkannt, wo die Probleme liegen und wie man sie längerfristig beseitigen könnte. Darum ist mir und meiner Familie klar, dass die Stimmen nur zur AfD gehen können, um den Murks aller Altparteien wenigstens teilweise zu stoppen. Somit wird es kein Schwarz-Gelb und auch keine Steuererhöhungsorgie von Rot-Grün geben. Und danach wird 2014 endlich über Europa abgestimmt: Das wird die AfD beflügeln!

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