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05.06.2013

15:01 Uhr

IW-Studie zu Immobilien

„Die Mietpreisbremse ist schädlich“

VonMaike Freund

Die Wohnungsknappheit beschert den Parteien ein neues Wahlkampfthema - die Mietpreisbremse. Doch eine Studie zeigt: Die angedachte Deckelung der Mieten könnte andere Ergebnisse haben als gewünscht.

Die Kölner Mieter bekommen es besonders zu spüren, denn die Mieten steigen und steigen. dpa

Die Kölner Mieter bekommen es besonders zu spüren, denn die Mieten steigen und steigen.

DüsseldorfDie einen stöhnen über die zu hohen Mieten, die anderen fürchten die Regulierung des Marktes: Seit Wochen polarisiert das Thema Metropolen-Mietpreise. Und so haben es die vergoldeten Quadratmeter in den Städten als wiederentdecktes Thema in die Wahlprogramme aller Parteien geschafft.

Eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) vergleicht die politischen Standpunkte in den Wahlprogrammen von Union, SPD, Grüne und FDP und kommt zu dem Ergebnis: Zwar wollen alle Parteien die hohen Belastungen senken, doch einige Vorschläge der Parteien bewirken das Gegenteil: allen voran die Mietpreisdeckelung. Gerade aber die hat die Union als Thema für sich neu entdeckt - und es sozusagen von der SPD geklaut, die damit schon seit einigen Wochen Wahlkampf macht.

Doch was bringt die Mietpreisbremse? Das Urteil des IW ist klar: „Die Mietpreisbremse ist schädlich“, sagt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Immobilienökonomik des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Handelsblatt Online. Schlimmer noch: Sie würde die Situation am Markt nur verschärfen.

Der Markt zeige: Der Bedarf an Mietwohnungen sei da, sagt Experte Voigtländer. Die Knappheit treibe die Preise in die Höhe. Falls nun eine Mietpreisbremse in Kraft treten würde, wären die Anreize für Investoren, neue Wohnungen zu bauen, noch geringer, sagt der Ökonom. Die Folge: Wohnungen würden immer knapper und immer teurer. „Die Mietpreisbremse richtet sich gegen sich selber.“ Das würden internationale Vergleiche mit Spanien und den USA zeigen.

Der Schlüssel liegt für Voigtländer in der Baufläche am Rande der Kommunen, die attraktiver werden müsse, indem der Bund dafür sorge, dass die richtige Infrastruktur geschaffen werde, um den Stadtrand zu integrieren. Außerdem müssten soziale Härten abgefedert werden. „Das richtige Mittel dafür ist das Wohngeld“, sagt Ökonom Voigtlaender.

Doch was wollen Union, SPD, FDP und Grüne genau in Sachen Immobilien? Wo unterscheiden sich die Ansätze im Wahlprogramm? Handelsblatt Online listet die (bisherigen) Vorstellungen der Parteien auf Basis der IW-Studie auf.

Kommentare (27)

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vandale

05.06.2013, 15:14 Uhr

In der Tat führen Deckelungen des Mietpreises zu einem geringerem Bauvolumen und damit zu einer langfristigen Verknappung. Dann werden Vermieter und Mietinteressenten erfinderisch. Der Markt holt sich sein Geld über Ablösezahlungen für Einbauküchen, Garagenmieten...

Der Wohnungsneubau ist in Deutschland sehr teuer. Ein Grund ist die ENEV. Gem. der Oekosaga des Klimawandels wird sich das Klima erwärmen und eine Wärmedämmung unnötig. Andererseits hat die Regierung die Anforderungen an die Wärmedämmung mehrfach verschärft. Begründet wird dies mit dem "Klimawandel". Ein Verzicht auf diese und andere Regulierungen könnten die Baupreise senken und Wohnungen bezahlbarer machen.

Vandale

Michael-Kreuzberg

05.06.2013, 15:18 Uhr

Zu wenig Wohnraum = steigende Mieten und Kaufpreis

Zuviel Wohnraum = sinkende Preise und Mieten

Das kann doch jeder verstehen, solte man meinen.

Unattraktive Infrastruktur am Stadtrand ergibt wohl keinesfalls einen hohen Zuzug an Mietern und Käufern.

Also wenn man 1und 1 zusammenzählen kann - kommt man schell auf eine Lösung des Problems. Wenngleich es eben keine schnelle Lösung geben wird.

Eines ist eben auch klar es können nicht alle im Prnzl-Berg wohnen die es vieleicht wollen. Man kann Gutscheine verteilen und den Zuzug Staatlich regeln, man kann den Markt es gegeln lassen - man kann alternativen anbieten.

Die Frage ist welchen Staat , welches Land wollen wir?

Ich denke, ich hoffe wir kommen schnellstens überein dass wohl nur die Alternative drei - Alternativen schaffen- die richtige wahl sein kann. Eine Symbiose aus Staatlicher Lenkung und Marktwirtschaftlichen Mechanismen.

Es kommt doch auch niemand auf die Idee Mercedes einen Preis für die S-Klasse vorzuschreiben nur weil sie für einen Bademeister kaum erschwinglich ist.

HofmannM

05.06.2013, 15:22 Uhr

Im ökosozialistischen Deutschland ist das Bauen besonders Teuer! Stichwort: Energieeinsparverordnung! Klimaschutzverordnung per CO2-Vermeidung. Weder muss das Klima geschützt werden, noch ist das CO2 zu verteufeln!
Der Mensch muss sich IMMER WIEDER an das jeweils herrschende Klima anpassen, sonst gar nichts! Und das CO2 ist nicht des Teufels Bruder, sondern ein überlebenswichtiger Baustein des Kohlenstoff/CO2 basierenden Leben von Mensch und Flora und Fauna!

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