Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2013

06:58 Uhr

Jahresabschluss 2012

Rentenversicherung häuft Milliarden an

Deutsche Rentenversicherung mit Rekord-Rücklage: Nie zuvor in der Geschichte der Rentenkasse war ihr Finanzpolster so dick. Das liegt vor allem an der guten Konjunktur.

Die Rentenkasse konnte2012 fette Rücklagen bilden. dpa

Die Rentenkasse konnte2012 fette Rücklagen bilden.

StuttgartDie deutsche Rentenversicherung verfügt offenbar über ein Finanzpolster wie noch nie zuvor. Wie die „Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf den Jahresabschluss 2012 der Rentenversicherung berichtet, betrug die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage im Dezember 29,42 Milliarden Euro. Das seien rund fünf Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor - und so viel, wie nie zuvor in der Geschichte der Rentenkasse.

"Selten ging es der Rentenversicherung so gut wie heute", sagte der CDU-Sozialexperte Peter Weiß dem Blatt. Der Grund: die gute Konjunktur und Beschäftigungsboom. Rechnerisch reicht das Finanzpolster laut Bericht derzeit aus, um 1,69 Monatsausgaben zu bezahlen. Wegen der Beitragssenkung zu Jahresbeginn erwartet die Rentenversicherung im Jahresverlauf geringere Rücklagen.

Weiß sprach sich dafür aus, die gute Entwicklung zu nutzen, um eine höhere Mindestreserve festzuschreiben. Zurzeit schreibt das Gesetz eine Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben vor.

Kommentare (12)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Realistin

24.01.2013, 08:01 Uhr

Wertes HB...

ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, ob ich lachen oder heulen soll ;-)...was für ein Blödsinn...was für eine irrationale Welt!! Ja genau deswegen reden die Journalisten, die Politiker auch immer von Altersarmut, gelle

Ich kann diese irre BRD nicht mehr ernst nehmen!! Zumal der ÖD sowieso keinen wirklichen Überblick über sein "Vermögen" hat. Das konnte ich ja nun selber auf kommunaler Ebene miterleben. Und wenn schon auf unterer Ebene gelogen wird, wie muß das dann erst bei Mutti Merkel sein?! Ist ja auch nicht so wichtig, gelle....Hauptsache die Herrschende Klasse, der ÖD hat ein dickes Gehalt und kann sich ein schönes Leben damit machen. Alle anderen müssen tagtäglich für ehrliche Arbeit sich ausbeuten lassen...hach ja..was für eine schöne heile Welt in der wir leben.

pro_links

24.01.2013, 08:05 Uhr

Gibt es einen besseren Beweis, dass die deutsche Bevölkerung mit der Demographielüge ihrer Renten beraubt wird?

Vergleichen wir einmal die Beschäftigungszahlen von 1991 und dem letzten Jahr.

Vollzeitbeschäftigung
2012 24,3 Millionen
1991 29,2 Millionen
Veränderung: -4,9 Mio. bzw. -16,6%

Teilzeitbeschäftigung (inkl. Minijobs)
2012 12,7 Millionen
1991 4,7 Millionen
Veränderung: +7,9 Mio. bzw. +167,7%
(Quelle: Destatis)

Trotz eines massiven Abbaus tariflich bezahlter Arbeitsstellen und dem gleichzeitigem Aufbau von Niedrig-Lohn-Jobs steigen die Rücklagen der gesetzlichen Rentenversicherung! Würde eine deutsche Regierung die Beitragsbemessungsgrenze deutlich anheben und die ganzen Zuschüsse für die privaten Versicherungen ebenfalls in die gesetzliche Rentenversicherung stecken, bräuchte es keine private Vorsorge und wir hätten keine Altersarmut.

Statt dessen aber kürzt Schäuble die Zuschüsse zur RV und das eingesparte Geld gibt es lt. Von der Leyen nur für Rentner, wenn diese privat vorgesorgt haben. Zuvor hat sie die Schwächsten des Systems zwangsverrenten lassen.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/in-ruhestand-wider-willen-hartz-iv-empfaenger-zu-niedrig-rente-verdonnert-1.1437419

Im Übrigen wird auch eine Rot-Grüne Regierung nichts daran ändern. Wenn überhaupt, hilft nur eine starke Linke.


Rene

24.01.2013, 08:50 Uhr

Eine ganz starke Linke muß her, so wie in den letzten 20 Jahren in Griechenland, Portugal und Spanien. Auch in Venezuela und Kuba haben die Linken das einzig richtig funktionierende Konzept.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×