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19.01.2011

08:41 Uhr

Jahreswirtschaftsbericht

Gute Aussichten für Deutschland

VonThomas Sigm

In den vergangenen Jahren galt für die deutsche Wirtschaft das scheinbar unverrückbare Gesetz: Der Export zieht uns aus der Krise. Vom Konsum ist nicht viel zu erwarten. Doch das Gesetz ist nicht in Stein gemeißelt. Laut dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung zeichnet sich in diesem Jahr eine Trendwende ab.

Reichstags-Kuppel: Deutschland erlebt eine wirtschaftliche Erholung und einen kräftigen Aufschwung. dpa

Reichstags-Kuppel: Deutschland erlebt eine wirtschaftliche Erholung und einen kräftigen Aufschwung.

BERLIN. "Der außenwirtschaftliche Impuls ist inzwischen auf die Binnennachfrage übergesprungen", heißt es in dem Bericht, den Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Mittwoch vorstellt und der dem Handelsblatt bereits vorliegt.

Steigende Löhne 2011 beleben den Binnenmarkt

Die Bundesregierung erwartet offenbar sogar einen kleinen Konsumrausch der Bürger. "Die Binnennachfrage entwickelt sich zunehmend zur treibenden Kraft der Wirtschaftsentwicklung", heißt es in dem Bericht weiter. Für 2011 erwarte die Bundesregierung einen deutlichen Anstieg der privaten Konsumausgaben von 1,6 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 0,5 Prozent.

Ein Grund für die optimistische Einschätzung: Die Arbeitnehmer können auch im laufenden Jahr mit höheren Löhnen rechnen. Die Bruttolöhne und-gehälter würden durchschnittlich um nominal 2,1 Prozent steigen. Schon 2010 waren die Löhne so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr gestiegen.

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht steckt die Regierung neue Ziele ihres Handelns ab. Die Regierungsexperten haben bei ihrer Prognose einen jahresdurchschnittlichen Ölpreis von rund 92 US-Dollar je Barrel der Sorte Brent und einen EuroKurs von 1,32 Dollar angenommen. Das Papier zieht zudem eine Bilanz, wie es um die Wirtschaftskraft Deutschlands bestellt ist und ist damit auch für die Schätzung der Steuereinnahmen wichtig.

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