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17.01.2006

09:01 Uhr

Jahreswirtschaftsbericht

Regierung erwartet weniger Arbeitslose

Die Bundesregierung erwartet bereits für 2006 einen deutlich messbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig rechnet Finanzminister Peer Steinbrück mit einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent.

HB BERLIN. Wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfuhr, rechnet sie bei der Vorbereitung des neuen Jahreswirtschaftsberichts inzwischen mit einer Arbeitslosenzahl von knapp 4,6 Millionen im Jahresdurchschnitt. Das wären etwa 270 000 weniger als im abgelaufenen Jahr.

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung war noch im Dezember in einer Kurzfristprojektion für 2006 zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zahl knapp über 4,8 Millionen verharren werde. Allerdings war in diese Projektion noch nicht in vollem Umfang die unerwartet günstige Entwicklung zum Jahresende eingeflossen. Im Durchschnitt des Jahres 2005 lag die Arbeitslosenzahl bei 4,86 Millionen statt erwarteter 4,88 Millionen.

Die endgültige Fassung des neuen Jahreswirtschaftsberichts wird am 25. Januar vorgestellt. Derzeit laufen noch die Beratungen der beteiligten Ressorts unter Führung von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU). Ein Beschluss über die Eckdaten soll am Mittwoch im so genannten Wirtschaftskabinett aus Wirtschafts-, Finanz- und Arbeitsministerium fallen. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) bestätigte gestern, dass die Regierung bei vorsichtiger Schätzung ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent erwarte. Die Zahl hatte Erstaunen ausgelöst, nachdem Glos noch kurz zuvor eine Prognose von 1,5 bis 1,8 Prozent angekündigt hatte.

Bei der Arbeitslosenzahl hat die Regierung ihre Prognose im Lauf der Beratungen dagegen leicht erhöht. In einer früheren Entwurfsfassung des Berichts hatte sie diese sogar noch mit 4,5 Millionen angesetzt. Der Optimismus für 2006 erklärt sich teils damit, dass die Koalition noch im Dezember einige arbeitsmarktpolitische Instrumente über das Jahr 2005 hinaus verlängert hat. Deren Auslaufen hätte ansonsten die Statistik erhöht.

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