Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.03.2013

12:32 Uhr

Jean-Claude Juncker

CDU gewinnt prominenten Wahlkämpfer

Für Europa hat Jean-Claude Juncker so manche Schlacht mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geschlagen. Das will Luxemburgs Premier auch in Zukunft tun können – und wirbt daher für die CDU im Bundestagswahlkampf.

Jean-Claude Juncker will für Angela Merkel werben. Reuters

Jean-Claude Juncker will für Angela Merkel werben.

BerlinLuxemburgs Premier Jean-Claude Juncker will im Bundestagswahlkampf für die CDU von Kanzlerin Angela Merkel werben. „Man hat mich bereits gebeten, und ich habe bereits zugesagt“, sagte der Christdemokrat dem Magazin „Der Spiegel“. Vor kurzem habe er mit der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Termine vereinbart. Er fühle sich Merkel und der CDU verbunden.

„Davon abgesehen, würde ich im deutschen Wahlkampf mit ein paar Vorurteilen aufräumen“, sagte der frühere Eurogruppen-Chef. „Es ist ja in Deutschland eine sehr verbreitete Sicht, dass nur die Deutschen dem Zweiklang von Solidarität und Solidität verpflichtet sind.“ Gegen Luxemburg habe die EU-Kommission nie ein Verfahren wegen eines exzessiven Etatdefizits eröffnet, gegen Deutschland aber schon.

Juncker betonte die weiterhin große Bedeutung der europäischen Integration. „Wer glaubt, dass sich die ewige Frage von Krieg und Frieden in Europa nie mehr stellt, könnte sich gewaltig irren. Die Dämonen sind nicht weg, sie schlafen nur“, sagte er mit Blick auf frühere Kriege in Bosnien und im Kosovo.

Von

dpa

Kommentare (45)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

10.03.2013, 12:53 Uhr


Wem die Stunde schlägt. Kamellen, der Zirkus tritt auf.

R.Rath

10.03.2013, 13:18 Uhr

"Glückwunsch" für die Union zu diesem "hervorragenden" Wahlkämpfer.

Im Ernst, etwas prekäreres als J.C.Juncker hätte sich die CDU nicht einfangen können.

Juncker, der als Euro-Gruppen Chef in all den Jahren seiner Verantwortung nichts unternommen hat, um eine sich abzeichnende Griechenlandkrise als solche zu benennen, um
RECHTZEITIG entegenzusteuern, will sich jetzt als Wahlhelfer profilieren für eine Währung, die diesen Namen nicht verdient, zumindest nicht den Namen einer seriösen Währung.

Was bringt er ins Spiel? Wieder einmal die völllig durchsichtige und abwegige Frage von Krieg und Frieden, die seiner Meinung nach vom Erhalt des Euro abhängt. Absolut lächerlich.

Die Frage von Krieg und Frieden ist eine Sache der NATO als Militärbündnis und nichts anderes.

Unfrieden bringt der Euro,wie jeder erkennen kann, der noch über Restbestände von Realismus verfügt, sollte er nicht modifiziert werden hin zu einem Nord-Süd-Euro oder der Rückkehr zu eigenständigen europäischen Währungen.

Ein europäischer Staatenbund, in dem die beteiligten Subjekte ihre Interessen vernünfig ausbalancieren ist das Gebot der Stunde, nicht ein Brüssler zentraler Bundestaat, der die Geschicke Europas steuern will,mit einer Währung, die dafür nicht geeignet ist.
(...)
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

10.03.2013, 13:25 Uhr

Unglaublich - wenn man es nicht immer wieder selbst erleben würde, man würde an Satire glauben. Liebe Frau Merkel: Wenn ich tatsächlich noch einen Grund gebraucht hätte, um Ihre fabelhafte Wendehals-Partei garantiert nie wieder zu wählen, dann wäre es dieser gewesen. Ausgerechnet mit dem antidemokratrischen, mehrfach selbst erklärten Lügenbold Juncker auf "Stimmenfang" zu gehen - das ist nur noch mit völliger Verzweiflung und komplettem Realitätsverlust zu erklären. Wirklich die Lachnummer des Jahres, unfassbar!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×