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24.02.2004

07:33 Uhr

Jetzt fehlt im Osten nur noch Sachsen

Sachsen-Anhalt übernimmt Metall-Abschluss

Nur in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie wird weiter über einen Tarif-Abschluss verhandelt. In Sachsen-Anhalt wurde der Pilotabschluss von Baden-Württemberg zu großen Teilen übernommen. Damit haben vier ostdeutsche Tarifbezirke einen Abschluss erzielt.

HB BERLIN. Die Tarifparteien in Sachsen-Anhalt verständigten sich zusätzlich auf eine Modifizierung des bisherigen Tarifvertrags über tarifliche Sonderregelungen, wie die IG Metall mitteilte. Der IG Metallbezirksleiter für Sachsen-Anhalt, Hartmut Meine, zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Der Versuch der Metallarbeitgeber, die Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt abzukoppeln, ist erfolgreich abgewehrt worden“, erklärte Meine.

Der Tarifabschluss sieht Einkommenserhöhungen für die rund 12 000 Mitarbeiter von 2,2 % ab 1. März vor. Zwölf Monate später werden die Einkommen um weitere 2,7 % angehoben. Zudem kann die Wochenarbeitszeit im Einvernehmen der beiden Tarifparteien auf 40 Stunden ausgeweitet werden. Bereits am Wochenende war der Abschluss von Sindelfingen auf Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen übertragen worden.

Einzig die Metall-Arbeitgeber in Sachsen lehnen die auch von Gesamtmetall empfohlene Übernahme des Tarifkompromisses ab. Der für Sachsen zuständige IG-Metall-Bezirksleiter Hasso Düvel appellierte an die Unternehmer, „zur Vernunftslinie zurückzukehren“. Die Beschäftigten in Sachsen würden Abschläge bei ihren Einkommen nicht hinnehmen. Der Arbeitgeberverband könne nicht ignorieren, dass die Produktivitätsentwicklung in Ostdeutschland seit Jahren überdurchschnittlich sei. Das gelte insbesondere für Sachsen.

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