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16.06.2013

14:15 Uhr

„Jetzt wird das Ding durchgezogen“

Frau Steinbrück redet Klartext

Seine Familie will SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück so weit wie möglich aus dem Wahlkampf heraushalten. Doch jetzt tritt Gertrud Steinbrück beim SPD-Konvent auf, spricht Klartext - und rührt ihren Mann zu Tränen.

Gertrud Steinbrück tröstet ihren Mann, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück - nachdem sie ihn mit ihren persönlichen Aussagen zu Tränen gerührt hatte. dpa

Gertrud Steinbrück tröstet ihren Mann, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück - nachdem sie ihn mit ihren persönlichen Aussagen zu Tränen gerührt hatte.

Die Ehefrau von Peer Steinbrück hat mit einer sehr persönlichen Schilderung der Wahlkampfbelastungen ihren Mann fast zu Tränen gerührt. „Es wird immer nur geguckt, wo können wir ihn erwischen“, sagte Gertrud Steinbrück am Sonntag bei ihrem ersten öffentlichen Wahlkampfauftritt in Berlin. In Richtung Medien betonte sie auf dem Parteikonvent der SPD: „Die ganzen Bonbons, die da am Hemd kleben, werden immer wieder aufgefrischt, das finde ich schwer zu ertragen.“

Sie könnten wie früher Scrabble spielen, spazieren gehen - stattdessen habe sich ihr Mann für diese Kanzlerkandidatur entschieden. „Und dann wird er nur noch verhauen, für das, was er vorher gemacht hat.“

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Drei Monate vor der Bundestagswahl liegen bei der SPD die Nerven blank: Spitzenkandidat Peer Steinbrück fordert von Parteichef Sigmar Gabriel die volle Loyalität ein - woran es seiner Meinung nach zuletzt mangelte.

WDR-Moderatorin Bettina Böttinger fragte daraufhin Steinbrück: „Warum tun Sie es?“ Der 66-Jährige war sichtlich bewegt, kämpfte mit den Tränen und konnte nicht antworten. Daraufhin standen die 200 Delegierten auf und dankten ihm mit langem Beifall.

Seine Frau betonte: „Ich bin preußisch erzogen: Jetzt wird das Ding auch durchgezogen“. Böttinger meinte, Medien würden es oft nicht anerkennen, dass sie es mit Menschen und Persönlichkeiten zu tun hätten.

Kommentare (77)

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Vom_Fischer_und_seiner_Frau

16.06.2013, 14:27 Uhr

Nun wirds also noch familiär dazu.

Na, das haben sich die Seeheimer aber auch noch fein dazu ausgedacht: er muß Kanzler werden weil seine Frau es so will.

Und weil seine Frau ein Problem hat wird die SPD samt Kanzlerkandidat auch noch gewählt werden.

Was seine Frau wohl machen wird, wenn sie Papst werden will.

Aristoteles

16.06.2013, 14:29 Uhr

Bei dem Artikel habe ich auch - fast - geweint. Der arme Steinbrück und die bösen Medien.

Account gelöscht!

16.06.2013, 14:30 Uhr

"ES WAR WIE IM KRIEG!"

Wann, wenn nicht jetzt, kurz vor der Bundestagswahl, will man denn auch Debatten zum Gesagten zulassen? - Am selben Ort kann man unter der Rubrik "Meist kommentiert" wie auch "Meist gelesen" den Beitrag von Fr. Roths Reise in die Türkei lesen. Aber was soll der Leser dann denken, wenn die Kommentarfunktion ausgeschaltet ist? Wie konnte man etwas "meist kommentieren", wenn diese Funktion nicht existiert? - Hat man es mit diesem Artikel gleichfalls vor? - Dann kann man sich auch das Kommentieren sparen: Es dient ja nicht der Erleuchtung der Redaktion, hier etwas zu meinen.
Moralisch und menschlich sind mir als Leser dieses Artikels die Bedenken von Frau Steinbrück nicht fremd. Die Politik ist und bleibt ein schlimmes Geschäft.

UND DIE ÄHNLICHKEIT MIT GLADIATORENKÄMPFEN BLEIBT SCHLIMM!

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