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16.01.2013

14:15 Uhr

„Jetzt wird das Ding durchgezogen“

Frau Steinbrück redet Klartext

Seine Familie will SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück so weit wie möglich aus dem Wahlkampf heraushalten. Doch jetzt tritt Gertrud Steinbrück beim SPD-Konvent auf, spricht Klartext - und rührt ihren Mann zu Tränen.

Gertrud Steinbrück tröstet ihren Mann, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück - nachdem sie ihn mit ihren persönlichen Aussagen zu Tränen gerührt hatte. dpa

Gertrud Steinbrück tröstet ihren Mann, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück - nachdem sie ihn mit ihren persönlichen Aussagen zu Tränen gerührt hatte.

Die Ehefrau von Peer Steinbrück hat mit einer sehr persönlichen Schilderung der Wahlkampfbelastungen ihren Mann fast zu Tränen gerührt. „Es wird immer nur geguckt, wo können wir ihn erwischen“, sagte Gertrud Steinbrück am Sonntag bei ihrem ersten öffentlichen Wahlkampfauftritt in Berlin. In Richtung Medien betonte sie auf dem Parteikonvent der SPD: „Die ganzen Bonbons, die da am Hemd kleben, werden immer wieder aufgefrischt, das finde ich schwer zu ertragen.“

Sie könnten wie früher Scrabble spielen, spazieren gehen - stattdessen habe sich ihr Mann für diese Kanzlerkandidatur entschieden. „Und dann wird er nur noch verhauen, für das, was er vorher gemacht hat.“

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Drei Monate vor der Bundestagswahl liegen bei der SPD die Nerven blank: Spitzenkandidat Peer Steinbrück fordert von Parteichef Sigmar Gabriel die volle Loyalität ein - woran es seiner Meinung nach zuletzt mangelte.

WDR-Moderatorin Bettina Böttinger fragte daraufhin Steinbrück: „Warum tun Sie es?“ Der 66-Jährige war sichtlich bewegt, kämpfte mit den Tränen und konnte nicht antworten. Daraufhin standen die 200 Delegierten auf und dankten ihm mit langem Beifall.

Seine Frau betonte: „Ich bin preußisch erzogen: Jetzt wird das Ding auch durchgezogen“. Böttinger meinte, Medien würden es oft nicht anerkennen, dass sie es mit Menschen und Persönlichkeiten zu tun hätten.

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