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29.09.2016

10:43 Uhr

Jobmarkt in Deutschland

Arbeitslosigkeit auf 25-Jahres-Tief

Die Arbeitslosenzahl ist im September um 77.000 auf 2,608 Millionen gesunken. Das ist der geringste Wert seit 25 Jahren. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiter hoch.

Bundesagentur für Arbeit

Arbeitslosigkeit im September hat sich deutlich verringert

Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosigkeit im September hat sich deutlich verringert

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NürnbergDank des Herbstaufschwungs ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland kräftig gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg registrierte im September 2,608 Millionen Erwerbslose, wie die Behörde am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Das waren 77.000 Erwerbslose weniger als im August, und 100.000 weniger als im Vorjahr. Laut der Bundesagentur ist dies die niedrigste Arbeitslosigkeit in Deutschland seit März 1991. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 5,9 Prozent zurück.

„Mit der einsetzenden Herbstbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit im September deutlich verringert“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern sei gleichzeitig weiterhin hoch. „Der Arbeitsmarkt hat sich insgesamt weiter gut entwickelt, obwohl sich der Beschäftigungszuwachs in den letzten beiden Monaten nicht fortgesetzt hat“, sagte Weise.

687.000 Arbeitsstellen seien im September bei der BA gemeldet gewesen – 87.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Behörde mit. Die Nachfrage sei saisonbereinigt um 6000 gegenüber August gestiegen. Der Stellenindex der BA, BA-X, habe um zwei Punkte auf 221 Zähler zugelegt.

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Der Rückgang der Erwerbslosenzahlen hat vorwiegend saisonale Gründe: Ausbildungsabsolventen finden oft erst nach den Sommerferien eine feste Stelle. Zudem sorgen die teils bis in den September dauernden Werksferien dafür, dass Unternehmen neue Mitarbeiter erst im Spätsommer einstellen.

Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl stieg im Vergleich zum August leicht – um 1000 auf 2,68 Millionen. Banken-Volkswirte hatten eine Zunahme um 5000 erwartet. Im Westen nahm die Erwerbslosenzahl zwar zu, im Osten ging sie dafür zurück.

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