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25.02.2013

14:24 Uhr

Jobverlust

Hartz IV für jeden zehnten Arbeitslosen

Jahrelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt - und bei Jobverlust trotzdem Hartz-IV-Empfänger. Hauptgrund: Der letzte Lohn war zu gering für ein ausreichend hohes Arbeitslosengeld.

Kurzzeit-Arbeitslose in Deutschland sind oft zusätzlich auf Hart IV angewiesen. dpa

Kurzzeit-Arbeitslose in Deutschland sind oft zusätzlich auf Hart IV angewiesen.

Nürnberg/ SaarbrückenJeder zehnte Kurzzeit-Arbeitslose in Deutschland bezieht so wenig Arbeitslosengeld, dass er zusätzlich auf Hartz IV angewiesen ist. Insgesamt hätten im Oktober vergangenen Jahres 83 115 Arbeitslosengeld-Empfänger auch noch finanzielle Unterstützung vom örtlichen Jobcenter erhalten. Das seien knapp 14 Prozent mehr als im Oktober 2011, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag in Nürnberg. Sie bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ (Montag). Aktuellere Daten lägen der Bundesagentur derzeit nicht vor.

Trotz der absoluten Zunahme hat sich nach den Bundesagentur-Zahlen der Anteil der sogenannten aufstockenden Arbeitslosen binnen Jahresfrist allerdings nicht verändert: Weiterhin liegt der Anteil der Hartz IV beziehenden Kurzzeit-Arbeitslosen bei rund zehn Prozent. Das liegt nach BA-Einschätzung auch daran, dass binnen Jahresfrist die Zahl der Arbeitslosengeld-I-Empfänger spürbar gestiegen ist.

2010 und 2011 hatten die BA-Zahlen zudem eine sinkende Tendenz: von im Jahresschnitt knapp 103 000 aufstockenden Arbeitslosen auf knapp 82 000. Die Entwicklung in den ersten zehn Monaten 2012 weist allerdings wieder auf einen leichten Anstieg im Jahresschnitt hin.

Die Bundestagsfraktion der Linken macht dafür laut „Saarbrücker Zeitung“ vor allem die wachsende Zahl von Beschäftigten im Niedriglohnsektor verantwortlich. Auch die zunehmende Teilzeitbeschäftigung spiegele sich wider. „Das Arbeitslosengeld als Versicherungsleistung, für die man oft viele Jahre eingezahlt hat, ist für immer mehr Arbeitslose keine Garantie mehr, um damit im Bedarfsfall über die Runden zu kommen“, zitiert das Blatt die Linken-Abgeordnete, Sabine Zimmermann.

Arbeitslosengeld-Empfänger haben immer dann einen Anspruch auf zusätzliche Hartz-IV-Leistungen, wenn die Höhe des Arbeitslosengeldes I niedriger ist als der durchschnittliche Hartz-IV-Satz samt Miete und Heizung. Dieser lag für einen Single-Haushalt im vergangenen Jahr nach Bundesagentur-Berechnungen bei 581 Euro. Um im Falle eines Jobverlustes beim Arbeitslosengeld I nicht unter diese Hartz-IV-Schwelle zu rutschen, muss ein Jobsucher zuletzt etwa 1350 Euro verdient haben. Lag sein Monatsverdienst darüber, hat er Anspruch allein auf das reguläre Arbeitslosengeld I, das aber in der Regel nur im ersten Jahr der Arbeitslosigkeit gezahlt wird.


Von

dpa

Kommentare (3)

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Vicario

25.02.2013, 14:48 Uhr

Zitat : Jeder zehnte Kurzzeit-Arbeitslose in Deutschland bezieht so wenig Arbeitslosengeld, dass er zusätzlich auf Hartz IV angewiesen ist.

Und wie viele Menschen auf dieses Hartz4 erst angewiesen sind, wenn die ganzen Niedriglonn-Beschäftigten in Rente gehen ?
Armes Deutschland ! Die ROT/GRÜNEN Chaoten haben mit ihrer Agenda 2010 einen Geist aus der Flasche gelassen, den sie niemals mehr einfangen ! Das Schwarz/GELBE-Gesindel versucht es nicht mal !
Die sitzen die Misere mit ihrer "Beliebten" lächelnd aus !

Es wird höchste Zeit für Beppe Grillo auch bei uns !

Account gelöscht!

25.02.2013, 15:19 Uhr

Hauptsache Fischer und Schröder geht es gut.. Schröder mit 7 Dienstwagen und Fischer mit Grunewald-Wohnsitz und 20-30 T
Vortragshonorare. Schlimm ist es das Aufstocker Gleichbehandelt werden mit Leuten, die kein Bock auf Arbeit haben. Neben Alleinerziehenden und Niedriglohnverdiener ist
aber in Deutschland das wichtigste zur Zeit Homoseuelle Steuerlich gleichzustellen. Nur weil man erkannt hat, das ja die meisten Homoseuellen gut situiert sind. Unsere Berlusconis sind gefährlicher als der Echte.

Frank3

25.02.2013, 20:10 Uhr

JETZT KOMM DOCH DER MINDESTLOHN , aber SO SAGTE STEINBRÜCK , im ZDF, am 24.02.2013 um 19,17 UHR , FÜR VOLL TAGS ARBEITENDE .

NA ? VERSTANDEN ? NEHM dir 3 STUNDEN AN VOLL TAGS ARBEITSWOCHE WECK oder VERTEILE GLEICH AUF MEHR ARBEITSKRÄFTE UND KEINE VOLLZEITZKRÄFTE MEHR und HAST KEIN RECHT AUF MINDESTLOHN aber STEINBRÜCK WAHLVERSPRECHEN GEHALTEN aber ihr ZU DUM ZU VERSTEHE
WIRTSCHAFTSPOSE HAT er sich GEHEIM ERKLÄRT UND NUN WOLLEN ihn AUCH " DIE LINKEN ", da KANN man NUR . . . .

ATHEIST SICH Gott
SOUVERÄN
Frank Frädrich


sich gOTT

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