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09.06.2012

10:21 Uhr

Juncker-Nachfolge

Schäuble „nicht scharf“ auf Euro-Gruppen-Amt

Der Finanzminister sagte, er sei zwar bereit für den Posten, aber „nicht besonders scharf darauf“. Wichtig sei nur, dass die Euro-Gruppe richtig aufgestellt ist - das sei mit einem Finanzminister an der Spitze der Fall.

Wolfgang Schäuble steht dem Euro-Gruppen-Posten skeptisch gegenüber. dapd

Wolfgang Schäuble steht dem Euro-Gruppen-Posten skeptisch gegenüber.

PassauBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) legt persönlich keinen großen Wert darauf, Nachfolger von Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker zu werden. „Ich habe gesagt, ich bin bereit dazu - aber ich bin nicht besonders scharf darauf“, sagte Schäuble der „Passauer Neuen Presse“ (Samstagausgabe). Schäuble betonte: „Wichtig ist, dass die Euro-Gruppe richtig aufgestellt ist.“ Schon in einem Interview mit dem Handelsblatt am Dienstag sagte der CDU-Politiker, entscheidend dafür sei, dass der Euro-Gruppen-Chef aus dem Kreis der Finanzminister komme.

Die Eurogruppe dürfe nicht durch einen permanenten Vorsitzenden geführt werden, so der Finanzminister. „Denn der wäre dann zwangsläufig Bestandteil des Brüsseler Apparats. Er muss aber aus der Verantwortung der nationalen Finanzpolitiken kommen.“ sagte Schäuble. Er habe ein großes Interesse daran, dass die Eurogruppe ihre Aufgabe weiterhin so gut erfülle, wie sie es unter dem Vorsitz des luxemburgischen Ministerpräsidenten Juncker bisher schon getan habe.

Von

dapd

Kommentare (6)

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09.06.2012, 11:19 Uhr

"Er habe ein großes Interesse daran, dass die Eurogruppe ihre Aufgabe weiterhin so gut erfülle, wie sie es unter dem Vorsitz des luxemburgischen Ministerpräsidenten Juncker bisher schon getan habe."

Genau deshalb ist Schäuble der falsche Mann für den Posten. Schließlich haben sich unter Juncker 10 Jahre lang die Ungleichgewichte aufgebaut und sind die Volkswirtschaften fröhlich divergiert mit dem heute sichtbaren traurigen Ergebnis.

Charly

09.06.2012, 11:30 Uhr

"Schäuble „nicht scharf“ auf Euro-Gruppen-Amt"

An seiner Stelle wäre ich das auch nicht !
Nach der Revolution besteht bei diesem Job das erhöhte Risiko der Kopfdemontage.

Steuerzahler

09.06.2012, 11:59 Uhr

Zurück zur D-Mark lieber ein Ende mit Schrecken als ein schrecken ohne Ende. Der Euro ist gescheitert er macht Europa arm und bringt Zwietracht unter die Völker.

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