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21.03.2004

16:06 Uhr

Jurist ist mit Schröder befreundet

SPD wählt Benneter zum Generalsekretär

Der Berliner Bundestagsabgeordnete Klaus Uwe Benneter ist neuer SPD-Generalsekretär.

HB BERLIN. Der Jurist erhielt am Sonntag auf dem SPD-Sonderparteitag in Berlin 79,5 Prozent der gültigen Stimmen. Benneter erhielt 360 Ja-Stimmen, 59 Delegierten stimmten mit Nein, 34 enthielten sich. Er ist Nachfolger des glücklosen Generalsekretärs Olaf Scholz, der im November in Bochum mit 52,6 Prozent nur knapp wiedergewählt worden war.

Die Wahl war von einer peinlichen Panne begleitet. Zunächst wurde dem Parteitag am Sonntag in Berlin offiziell ein falsches Ergebnis mitgeteilt. Danach hatten sich 531 Delegierte an der Abstimmung beteiligt - sechs mehr, als überhaupt stimmberechtigt waren. Auch andere vorgelesene Zahlen stimmten mit den Feststellungen der Wahlprüfungskommission nicht überein.

Ein falscher Zettel sei dafür Ursache gewesen, teilte eine SPD- Sprecherin mit. Für Benneter selbst hatte das Durcheinander positive Folgen: statt 78,74 Prozent an Zustimmung, wie zunächst vom Präsidiumstisch mitgeteilt worden war, verbesserte sich sein Ergebnis leicht auf 79,5 Prozent der gültigen Stimmen.

Benneter (Spitzname Benni Bürgerschreck) ist seit gemeinsamen Juso-Tagen mit Schröder befreundet. 1977 wurde er wegen des Verdachts, er wolle die SPD mit marxistischen Ideen unterwandern, für sechs Jahre aus der SPD ausgeschlossen. Inzwischen sitzt der Rechtsanwalt und Notar aus Berlin im Bundestag. Als Linker und Rebell gilt Benneter schon lange nicht mehr, eher als Verkörperung von Parteidisziplin mit guten Kontakten zur Parteirechten.

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