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27.02.2017

17:10 Uhr

Justizministerium

Bund will schärfere Strafen für illegalen Autorennen

Nachdem zwei Männer nach einem illegalen Autorennen wegen Mordes verurteilt wurden, fordert die Regierung eine Verschärfung der Strafen. Bis zu fünf Jahre Haft sind im Gespräch – ähnlich wie bei Trunkenheitsvergehen.

Das Urteil gegen zwei Männer nach einem illegalen Autorennen könnte richtungsweisend in der Rechtsprechung sein. dpa

Autorennen

Das Urteil gegen zwei Männer nach einem illegalen Autorennen könnte richtungsweisend in der Rechtsprechung sein.

BerlinDie Bundesregierung will den Weg für schärfere Strafen nach gefährlichen illegalen Autorennen ebnen. Das Justizministerium setze sich dafür ein, eine entsprechende Initiative des Bundesrats voranzubringen, sagte eine Sprecherin am Montag in Berlin. Der Vorstoß, den die Länderkammer in den Bundestag eingebracht hat, sieht unter anderem bis zu zehn Jahre Haft für Teilnehmer von Rennen vor. Das Verkehrsministerium verwies auf einen eigenen Entwurf, der ergänzend auch schon eine versuchte Teilnahme unter Strafe stellen soll – etwa, wenn die Polizei ein Rennen kurz vor dem Start stoppt.

Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), sagte, der bisherige Rahmen mit 400 Euro Bußgeld und einem einmonatigen Fahrverbot reiche nicht aus. „Bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug erscheinen aufgrund des hohen Rückfallrisikos auf jeden Fall diskussionswürdig.“ Illegale Autorennen sollten wie Trunkenheitsfahrten gewertet werden.

Illegales Autorennen

Lebenslange Haftstrafe – Berliner Raser wegen Mordes verurteilt

Illegales Autorennen: Lebenslange Haftstrafe – Berliner Raser wegen Mordes verurteilt

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Der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Ulrich Lange (CSU), begrüßte das Urteil des Landgerichts Berlin, das zwei Männer nach einem illegalen Rennen wegen Mordes verurteilt hatte. „Ich hoffe, dass nun auch der letzte Raser begriffen hat, dass er mit der vollen Härte unserer Gesetze rechnen muss.“ Wer vorsätzlich Menschenleben aufs Spiel setze, gehöre ins Gefängnis und nicht auf die Straße. Grünen-Verkehrsexperte Stephan Kühn sagte: „Das Urteil markiert eine Zäsur in der Rechtsprechung und ist hoffentlich richtungsweisend.“ Ein illegales Straßenrennen sei kein Delikt, das weiterhin nur als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden dürfe.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

27.02.2017, 17:59 Uhr

Wer mit 160 KmH durch die Stadt fährt, der funktioniert sein Auto zu einer tödlichen Waffe um , die jeden tötet der über die Strasse läuft oder Grün hat und mit VollPfosten wie die Beiden nicht rechnet. Zuviel Tote gibt es schon,zuviele weinen um ihre Lieben, die Täter lachen meist nach kleinen Urteilen und Angehörige der Täter beschimpfen noch die Opferfamilien.

Ein Staatsanwalt und Richter haben jetzt durchgegriffen und wegen Mord geurteilt. Bravo. Das erste Urteil , dass ein Gefühl der Freude auslöst. Das Opfer ist Tod, aber vielleicht rettet das Urteil künftig Menschen.

Leider wurden beide freigelassen und man kann damit rechnen das sie aus Deutschland abhauen. Beide hätten bei der Schwere der Tat, sofort verhaftet werden müssen.

Zudem wird jetzt eine Diskussion losgetreten . die schmutzig wird und wo politische Parteien , wie die Grünen, wieder Hass mit ihren merkwürdigen Kommentaren ernten werden.

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