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16.08.2012

18:39 Uhr

Kampagne für Europa

Joschka Fischer blamiert Guido Westerwelle

Joschka Fischer (Grüne) hat Außenminister Westerwelle (FDP) eine klare Absage erteilt: Er stehe für „Guidolein“ nicht zur Verfügung, sagte Fischer. Das Auswärtige Amt habe die an sich begrüßenswerte Kampagne gekapert.

Joschka Fischer will nicht für Guido Westerwelle werben. dpa

Joschka Fischer will nicht für Guido Westerwelle werben.

BerlinEine geplante proeuropäische Kampagne unter dem Motto „Ich will Europa" mit Prominenten als Botschaftern und Bundespräsident Joachim Gauck als Schirmherr droht zur Posse zu werden. Ex-Außenminister Joschka Fischer sagte seine Teilnahme am Donnerstag kurzerhand wieder ab, wie es in Medienberichten hieß. Fischer sollte eigentlich zusammen mit Amtsinhaber Guido Westerwelle (FDP) und drei weiteren Ex-Außenministern für die Kampagne fotografiert werden. Neben den Politikern sollen auch Sportler und Unternehmer mitmachen.

Die Kampagne wird durch ein Netzwerk von elf Stiftungen getragen, wie die Sprecherin der Robert-Bosch-Stiftung, Julia Rommel, auf dapd-Anfrage erklärte. Allen voran stehen die Stiftung Mercator und die Robert-Bosch-Stiftung, beide zählen zu den größten Stiftungen in Deutschland.

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Fischer sagte der „Süddeutschen Zeitung" laut Vorabbericht, er habe „mit allergrößter Verwunderung" Medienberichte gelesen, die zeigten, dass die „ursprünglich begrüßenswerte Initiative von Stiftungen vom Ministerbüro des Auswärtigen Amtes gekapert" worden sei. „Das, was ich heute lese, hat mit dem was ich zugesagt habe, nichts mehr zu tun." Er sei deshalb „draußen aus dieser Initiative". Ursprünglich sei es „um eine Kampagne für Europa gegangen, jetzt soll es eine Kampagne für Guido Westerwelle werden".

Ein Mitarbeiter Fischers sagte der „Bild"-Zeitung, der Ex-Minister werde „nicht an dem Termin teilnehmen". Fischer sei „zu einer völlig anderen Veranstaltung eingeladen" gewesen. „Hier wurde eine wichtige Initiative mit dem guten Namen von Bosch und Mercator gekapert. Für so eine Aktion von 'Guidolein' steht Joschka Fischer nicht zur Verfügung."

Kommentare (9)

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Demokrat

16.08.2012, 15:03 Uhr

Was die BEIDE HERREN wollen WILL das VOLK NICHT.

Aber für die Mainzer Fasenacht sind GAU::ler immer GEFRAGT

Account gelöscht!

16.08.2012, 15:13 Uhr

Oha, die Gehirnwäsche für's Volk geht ja noch früher los als befürchtet. Wobei: Geht es um EUROPA oder den EURO.
Das dürfte für 90% der Bevölkerung ein himmelweiter Unterschied sein !
Die Bosch-Stiftung als ein Geldgeber lässt aber Übles erahnen...

Ktesibios

16.08.2012, 16:13 Uhr

Es ist bezeichnent, dass die Amtsvorgänger Gaucks offenbar nicht mit dabei sind...

Gauck möchte doch lieber beten als das Volk zu verdummen.

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