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27.08.2013

06:44 Uhr

Kampagne gegen Vermögensabgabe

Verband forciert Kampf gegen rot-grüne Steuerpläne

VonDietmar Neuerer

ExklusivAuch wenn SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zuletzt versucht hat, die Wogen zu glätten, glauben ihm die Familienunternehmer kein Wort. Mit einer weiteren Kampagne warnen sie sie vor den rot-grünen Steuerplänen.

Video-Kampagne der Familienunternehmer.

Video-Kampagne der Familienunternehmer.

BerlinDer Familienunternehmer-Verband macht mit bundesweiten Aktionen massiv Front gegen die Steuerpolitik von SPD, Grünen und Linken. „Unser Verband wurde von vielen Mitgliedern in den letzten Wochen aufgefordert, sich aktiv gegen die Steuererhöhungspolitik zu wehren“, sagte Verbandspräsident Lutz Goebel Handelsblatt Online. „Jetzt in der heißen Phase des Wahlkampfes reagieren wir mit Web-Videos, Anzeigen und weiteren Aktionen bundesweit.“    

Wie Goebel sagte, befürchten die Unternehmer, dass ihre Betriebe durch die „extremen“ Steuererhöhungspläne von SPD, Grünen und Linken „schwer geschädigt“ werden. „Sechs Steuern sollen auf einen Schlag erhöht werden. Darunter sind die Vermögensteuer und Vermögensabgabe die schädlichsten“, sagte Goebel. Ein oder anderthalb Prozent Belastung pro Jahr kämen zwar „mickrig“ daher, aber am Ende müssten die Betriebe eine Mehrbelastung von 20 bis 35 Prozent vom Jahresgewinn dafür bewältigen.

In ihrem eigens für die Kampagne produzierten Video fragen die Familienunternehmer, wo die Erlöse einer Besteuerung von Vermögen besser aufgehoben seien: bei den Familienunternehmen fließe das Geld in Zukunftstechnologien, beim Staat in kostspielige Politikprojekte. „Hier schafft es konkurrenzfähige Produkte, dort überteuerte Prestigevorhaben.“ Die Firmen förderten zudem regionale Vereine und Kultureinrichtungen, der Staat dagegen die europäische Schuldenpolitik. „Hier schafft es neue Arbeitsplätze, dort neue Bürokratie.“

Goebel hält vor diesem Hintergrund und angesichts von Rekordsteuereinnahmen Steuererhöhungen für „völlig unnötig“. Die Steuererhöhungen, insbesondere die Vermögensteuer, seien in die Programme der drei Parteien aufgenommen worden, um eine „Arm-Reich-Kampagne“ loszutreten, kritisierte er. „Wir Familienunternehmer haben aber unser Vermögen in unseren Betrieben. Damit ermöglichen wir 60 Prozent der Arbeitsplätze und 80 Prozent der Ausbildungsplätze in diesem Land.“ Wer die Vermögensteuer daher fordere, habe die volkswirtschaftlichen Folgen nicht bedacht. „Ein Teil der SPD hat das inzwischen verstanden“, fügte Goebel hinzu. Dennoch eiere die Partei bei diesem Thema immer noch herum.

Kommentare (29)

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27.08.2013, 07:45 Uhr

da kann man ganz deutlich sehen, wessen Inetressen durch CDU/CSu/ und FDP vertreten werden. Nicht die Interessen der "Normalbürger", die täglich in die Arbeit schieben und so das Vermögen anderer mehren.
Kirchenvertreter, Unternehmer geben "Wahlempfehlungen" ab, für mich Orientierungshilfen um genau diese empfohlenen Parteien nicht zu wählen.

Rene

27.08.2013, 07:51 Uhr

Auch wenn sie "mickrig" scheinen und auch wenn es vorerst "nur" die Einkommen über 250T€ p.a. oder Erbschaften ab 1 Mio.€.
Die Sozialisten und Kommunisten werden nie genug Geld haben. Wenn sie weitere Aspekte ihrer Ideologie umsetzen wollen, gehts in "mickrigen" Schritten weiter, bis am Ende alles enteignet ist.

Rene

27.08.2013, 07:53 Uhr

Zwar wäre ich nicht betroffen, aber wieso sollte ich die Erbschaft meiner Eltern versteuern, die es von versteuertem Einkommen gespart und nicht versoffen und verhurt haben?

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